Newsletter der Greenpeace-Gruppe Stuttgart - Tschernobyl-Aktion =============================================================== Liebe Leserin, lieber Leser, in der aktuellen Sonderausgabe unseres Newsletters möchte ich Sie auf eine Infoaktion hinweisen, mit der wir an den 15. Jahrestag der Atom- Katastrophe von Tschernobyl erinnern werden. Gleichzeitig informieren wir die Passanten über die Möglichkeit, zu einem ökologischen Stromanbieter zu wechseln. Damit kann jedermann seinen persönlichen Atomausstieg sofort realisieren. Einen Bericht über diese Aktion sowie eine Übersicht über die Ökostrom- Anbieter, die Greenpeace empfiehlt, werden Sie im Mai auf unserer Homepage finden. wann: Sa, 28.4.2001, 10 - 16 Uhr wo: am unteren Ende des Schlossplatzes (Ecke Bolzstr./Königstr.) Kommen Sie doch einfach vorbei! Mit umweltfreundlichen Grüßen Matthias von Herrmann Greenpeace-Gruppe Stuttgart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit --------------------------------------------------------------------- Presseerklärung vom 28. April 2001 Atomausstieg - sofort möglich für jedermann Greenpeace erinnert an Tschernobyl-GAU und zeigt Alternativen zu Atomstrom Stuttgart, 28. 04. 2001 - Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart erinnert am Samstag, 28.04.2001 mit einer Infoaktion an den 15. Jahrestag der Atom- Katastrophe von Tschernobyl (26.4.). Dazu bauen die Aktivisten ein 3m hohes Atomkraftwerk, mehrere Atommüllfässer und eine 3m hohe Windkraftanlage auf. Dazwischen symbolisiert ein gelber Umschalter, dass es für jedermann möglich ist, durch Wechsel zu einem ökologischen Stromanbieter den persönlichen Atomausstieg sofort zu realisieren. Ein 2x3m großes Banner weist auf die Aktion hin. Es trägt die Aufschrift "15 Jahre Tschernobyl - 500.000 Jahre Strahlung. Stromwechsel jetzt!" Die Infoaktion findet am unteren Ende des Schlossplatzes (Ecke Bolzstr./Königstr.) von 10 bis 16 Uhr statt. "Pannen und Unfälle sind in Atomkraftwerken keine Seltenheit. Der bislang folgenschwerste Atom-Unfall in Tschernobyl vor 15 Jahren zeigt die Gefährlichkeit von Atomkraft. Und in diesen Tagen zementiert die Bundesregierung mit den Castortransporten in die sogenannte Wiederaufarbeitung den Weiterbetrieb der deutschen Atomanlagen für die nächsten Jahrzehnte. Damit muss Schluss sein! Daher informieren wir heute die Bürger, wie sie selbst ganz einfach ihren persönlichen Atomausstieg vollziehen können" sagt Joachim Lehner von der Greenpeace- Gruppe Stuttgart. Die Stuttgarter Greenpeacer verteilen Flugblätter an die Passanten. Darauf sind umweltfreundliche Stromanbieter mit Preisen und Kontaktadressen aufgelistet, darunter auch Greenpeace energy e.G. Alle ökologischen Stromanbieter haben gemeinsam, dass sie selbst keinen Strom aus Atomkraft erzeugen und keinen Atomstrom weiterverkaufen. Der von ihnen verkaufte ökologische Strom stammt aus regenerativen Energiequellen und aus der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung. Anlagen mit dieser Technik erlauben eine deutlich höhere Energieausbeute als herkömmliche Kohle- oder Gaskraftwerke. Sie sind daher klimafreundlich, weil sie viel weniger klimaschädliches Kohlendioxid ausstoßen. Der Markt der Energie-Versorgungsunternehmen ist vielschichtig und daher für den Bürger sehr unübersichtlich. Hinzu kommt, dass einige Energie- Versorger Strom aus längst abgeschriebenen Wasserkraftwerken als Ökostrom zu hohen Preisen anbieten, gleichzeitig aber weiterhin Atomstrom produzieren und keine neuen regenerativen Energieanlagen fördern. Die von der Greenpeace-Gruppe Stuttgart empfohlenen ökologischen Stromanbieter hingegen investieren bewusst in Neuanlagen. Der Wechsel zu solch einem Stromanbieter ist nicht mit Wechselgebühren verbunden. Joachim Lehner weiter: "Auch 15 Jahre nach Tschernobyl haben die Politiker nicht dazugelernt: Der versprochene Atomausstieg in Deutschland ist in weite Ferne gerückt, die Atomkraftwerke bleiben noch für Jahrzehnte am Netz und produzieren weiterhin strahlenden Atommüll. Doch jeder Bürger, der seine Stromrechnung selbst bezahlt, kann entscheiden, ob er aus dem Geschäft mit Atomstrom aussteigen will, indem er zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt."