Newsletter der Greenpeace-Gruppe Stuttgart - Fleisch aus Massentierhaltung ========================================================================== Liebe Leserin, lieber Leser, in der aktuellen Sonderausgabe unseres Newsletters möchte ich Sie auf eine Infoaktion hinweisen, bei der wir Unterschriften gegen Putenfleischh aus Massentierhaltung sammeln. wann: Sa, 09.03.2002, 10 - 16 Uhr wo: am unteren Ende des Schlossplatzes (vor Dresdner Bank) Kommen Sie doch einfach vorbei! Mit umweltfreundlichen Grüßen Matthias von Herrmann Greenpeace-Gruppe Stuttgart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit --------------------------------------------------------------------- Presseerklärung vom 09. März 2002 Schluss mit Putenfleisch aus Massentierhaltung bei Rewe! Greenpeace-Gruppe Stuttgart fordert: gesunde Produkte aus gesunder Produktion Stuttgart, 09.03.2002 - Zwölf Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Stuttgart werden am Samstag, 09.03.2002, in der Stuttgarter Fußgängerzone den Lebensmittelkonzern Rewe auffordern, in seinen Supermärkten kein Putenfleisch aus Massentierhaltung mehr anzubieten. Dazu werden die Greenpeacer Aktionspostkarten an Passanten verteilen und diese um ihre Unterschrift gegen Massentierhaltung bitten. Mit den Postkarten wenden sich die Unterschreibenden direkt an den Vorstandsvorsitzenden des Rewe- Konzerns Hans Reischl in Köln. Ein 2x3m großes Banner mit der Aufschrift "Schluss mit Massentierhaltung" weist auf die Infoaktion hin, die an der Ecke Königstraße/Bolzstraße (vor der Dresdner Bank) von 10 bis 16 Uhr statt finden wird. "In den Rewe-Supermärkten finden die Kunden bisher in den Regalen fast nur Putenfleisch aus Massentierhaltung", sagt Marie-Luise Zeitler, Landwirtschaftsexpertin der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. "Wir fordern heute Rewe auf, seine Regale und Kühltheken auszumisten. Rewe muss den Verbrauchern mehr Qualität aus besseren Ställen bieten, in denen die Tiere Platz und Licht haben und keine Antibiotika oder Gentechnik ins Futter gemischt bekommen." Erst im Dezember 2001 reagierten die beiden größten Anbieter von Putenfleisch in Deutschland, die Firmen Nölke (Marke "Gutfried") und Heidemark, auf die Greenpeace-Kampagne: Sie kündigten an, bald Fleisch von Puten aus tierfreundlicher Haltung anzubieten, wie sie Greenpeace vorschlägt. Der Käufer wird die entsprechenden Putenprodukte am EU- Siegel "extensive Bodenhaltung" erkennen. Der Konkurrent von Rewe, der Tengelmann-Konzern, steht mit Greenpeace inzwischen in Verhandlungen über die Aufnahme von ökologisch erzeugtem Putenfleisch in sein Angebot. Dieses Putenfleisch soll aus "extensiver Bodenhaltung" stammen, wie es die Produzenten Nölke und Heidemark anbieten werden. "Die Lebensmittelhändler haben bisher viel zu wenig getan, um eine bessere Landwirtschaft zu fördern! Zwar bieten sie ein paar Öko-Produkte an, aber über die Missstände in der konventionellen Landwirtschaft sehen sie hinweg. Nachdem Tengelmann sich gesprächsbereit zeigt, ist nun Rewe am Zug, es der Konkurrenz gleich zu tun", fordert Marie-Luise Zeitler. Greenpeace hat seit August 2001 mit Fotos und Videomaterial die Auswüchse der üblichen Putenhaltung belegt. Zu viele Tiere werden in enge Ställe gepfercht. Die Puten werden daher schneller krank und erhalten Antibiotika. Zum Teil müssen sogar Schmerzmittel eingesetzt werden, damit die Tiere die Qualen bis zum Schlachttermin aushalten. Viele der Puten können sich wegen ihres hohen Körpergewichts nicht mehr richtig fortbewegen und leiden an Gelenkschäden. Zudem entzündet sich häufig der Brustmuskel der Tiere, es bilden sich sogenannte "Brustblasen", die mit Flüssigkeit und Eiter gefüllt sind. Zum Rewe-Konzern gehören folgende Supermarktketten: Akzenta, Fruchtbörse, Globus, HL, Kafu Markt, Kaufpark, Kontra Markt, Löb Markt, Minimal, Otto Mess, Penny Markt, Petz, SB-Warenhaus, Stüssgen, Testa und Toom.