Newsletter der Greenpeace-Gruppe Stuttgart - Kein Urwaldholz für Gartenmöbel! ============================================================================= Liebe Leserin, lieber Leser, in der aktuellen Sonderausgabe unseres Newsletters möchte ich Sie über eine Aktion der Greenpeace-Gruppe Stuttgart informieren, die wir beim Einrichtungsgeschäft "Habitat" in Stuttgart durchführen. Dabei informieren wir über Holz aus Urwaldvernichtung und über die urwaldfreundliche Alternative: FSC-Holz. Viel Spaß beim Lesen und bis zum nächsten Mal! Mit umweltfreundlichen Grüßen Matthias von Herrmann Greenpeace-Gruppe Stuttgart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit --------------------------------------------------------------------- Presseerklärung vom 20. Juni 2002 Kein Urwaldholz für Gartenmöbel! Greenpeace fordert: Mehr Holz aus ökologischer Waldwirtschaft Stuttgart, 20.06.2002 - Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Stuttgart informieren am kommenden Samstag, 22.06.2002, von 10 bis 14 Uhr in der Stuttgarter Innenstadt über Alternativen zu Holz aus Urwald-Kahlschlag. Die Umweltschützer machen ihre Infoaktion vor dem Einrichtungsgeschäft "Habitat" in der Calwer Straße 39. Kahlschlag ist weltweit die gängige Methode der Holzkonzerne, durch die die letzten Urwälder der Erde vernichtet werden. Als Alternative empfiehlt Greenpeace Holz mit dem Ökosiegel des weltweit anerkannten Forest Stewardship Council (FSC). Ein 2x3m großes Banner trägt die Aufschrift: "FSC-Holz: die urwaldfreundliche Entscheidung". "Gerade jetzt im Sommer kann jeder Balkon- oder Gartenbesitzer aktiv die letzten verbliebenen Urwälder der Erde schützen, indem er bewusst Gartenmöbel mit dem Ökosiegel ‚FSC' kauft" sagt Stefanie Flierl, Urwald- Expertin der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. Greenpeace-Sprecherin Flierl weiter: "Skrupellose Holz-Konzerne plündern ohne Rücksicht auf Ureinwohner und Tierwelt die Schatzkammern und Apotheken der Natur: Alle zwei Sekunden wird Urwald von der Fläche eines Fußballfeldes vernichtet. FSC-Holz hingegen ist die urwaldfreundliche Alternative, die Greenpeace allen Käufern von Gartenmöbeln empfiehlt." Recherchen der Greenpeace-Gruppe Stuttgart haben ergeben, dass in allen Stuttgarter Möbelgeschäften noch immer Gartenmöbel aus Urwaldholz verkauft werden. "Habitat" hat im Gegensatz zu allen anderen Möbelgeschäften bereits eine große Auswahl an FSC-zertifizierten Gartenmöbeln im Angebot, aber auch "Habitat" verkauft zusätzlich noch immer Möbel aus Urwaldholz. Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart fordert alle Stuttgarter Möbelgeschäfte auf, nur noch Gartenmöbel aus urwaldfreundlichem FSC-zertifiziertem Holz anzubieten. 80 Prozent aller Urwälder der Erde sind bereits zerstört. Geblieben sind weltweit nur noch sieben große zusammenhängende Urwaldgebiete, darunter auch die Urwälder in Südostasien (v.a. Malaysia und Indonesien), in denen unter anderem die letzten Orang-Utans leben. Diese Wälder werden für Plantagen oder durch Raubbau vernichtet. Die Zahl der Menschenaffen fiel in zehn Jahren um die Hälfte auf ca. 20.000 Tiere. In Indonesien sind bereits über zwei Drittel der Urwälder zerstört, illegaler Raubbau ist an der Tagesordnung. Dieses Urwaldholz wird vielfach zu Gartenmöbeln für Europa verarbeitet. Der Verkauf solcher Gartenmöbeln trägt zur Zerstörung des Lebensraums von Menschen und Tieren bei und darf daher nicht weitergehen. Der Forest Stewardship Council (FSC) wurde 1993 als internationale, regierungsunabhängige Organisation von Waldbesitzern, Holzfirmen, Ureinwohnern und Umweltschutz-Organisationen wie Greenpeace gegründet. Er zertifiziert Waldbesitzer mit dem FSC-Siegel, wenn sie ökologische Waldwirtschaft nach den strengen Regeln des FSC betreiben. Das FSC- Siegel ist derzeit das einzige weltweit anerkannte Ökosiegel für Holz, das umweltverträgliche, sozialverantwortliche und ökonomisch tragfähige Waldwirtschaft garantiert.