Newsletter der Greenpeace-Gruppe Stuttgart - Schweinemaske für Mercedes-Stern ============================================================================= Liebe Leserin, lieber Leser, in der aktuellen Sonderausgabe unseres Newsletters finden Sie die Presseerklärung zu einer Aktion der Greenpeace-Gruppe Stuttgart, die am 21.11.2002 auf dem Bahnhofsturm in Stuttgart statt fand. Bilder und Berichte dazu finden Sie unter http://www.greenpeace-stuttgart.de Mit umweltfreundlichen Grüßen Matthias von Herrmann Greenpeace-Gruppe Stuttgart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit --------------------------------------------------------------------- Greenpeace verhüllt Mercedes-Stern mit Schweine-Maske DaimlerChrysler lehnt Filter gegen Krebs erregende Abgase ab Stuttgart, 21. 11. 2002 - Mit einem rosafarbenen Schweinekopf hat die Greenpeace-Gruppe Stuttgart heute das Wahrzeichen von Mercedes, den Stern des Konzerns auf dem Stuttgarter Bahnhofsturm, verhüllt. Während sieben Aktivisten auf dem Dach des Gebäudes die Maskierung vornahmen, spannten drei weitere Kletterer ein 12 mal 4,5 Meter großes Banner über den oberen Teil des 56 Meter hohen Gebäudes. Mit der Botschaft "Schweinerei: Dieselruß macht Krebs. Mercedes macht mit", protestiert Greenpeace erneut gegen die Weigerung von DaimlerChrysler, seine Diesel- PKW mit Rußfiltern aus- bzw. nachzurüsten. Bereits vor 14 Tagen hat Greenpeace vor der Hauptverwaltung von DaimlerChrysler in Stuttgart-Möhringen den Einbau von Filtern, die den Ausstoß von Rußpartikeln reduzieren, gefordert. DaimlerChrysler hat bis heute keine Stellungnahme dazu abgegeben. "Während sich das Unternehmen in Schweigen hüllt, zeigen wir sein wahres Gesicht", sagt Greenpeace- Sprecher Jörg Feddern in Stuttgart. "Trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse leugnet DaimlerChrysler bis heute, dass die Abgase aus Dieselfahrzeugen Krebs erzeugen können". Nach Berechnungen des Umwelt und Prognoseinstituts Heidelberg (UPI) sterben jährlich ca. 8.500 Menschen an Lungenkrebs, der durch Dieselpartikel ausgelöst wird. "Hinter jedem Toten stehen viele Kranke. Das Einatmen von Dieselruß kann Allergien und Asthma bei Kindern auslösen. Jugendliche und Erwachsene bekommen Herz- und Atemwegserkrankungen durch Dieselpartikel. Das sind die Risiken", warnt Jörg Feddern. Deutsche Diesel-PKW stoßen jedes Jahr fast 9000 Tonnen Ruß aus. Gefährlich sind vor allem die sehr kleinen "lungengängigen" Rußteilchen, deren Menge sich durch die steigenden Zulassungszahlen von dieselbetriebenen Fahrzeugen drastisch erhöht hat. Diese Rußpartikel sind zum Teil tausendmal dünner als ein Menschenhaar. Je kleiner die Partikel sind, umso tiefer dringen sie in die Lunge ein. Kinder sind ganz besonders gefährdet. Denn die Abgaskonzentration ist in ihrer Nasenhöhe besonders intensiv und Kinderlungen sind empfindlicher und durchlässiger. Filter zur Reduzierung der Krebs erregenden Rußpartikel gibt es längst. Greenpeace konnte in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Westfälischen TÜV in Essen an einem gebrauchten Mercedes C220-Diesel nachweisen, dass Rußfilter problemlos nachträglich eingebaut werden können. Die Dosierungseinrichtung für den notwendigen Kraftstoffzusatz stammt aus einem Gabelstapler, die Filteranlage von der französischen Firma PSA. Diese Filter werden bereits serienmäßig in einige Modelle von Citroën und Peugeot eingebaut. Newsletter wieder abbestellen? ============================== Wenn Sie unseren Newsletter nicht mehr bekommen möchten, dann schicken Sie eine kurze E-mail an uns (newsletter@greenpeace-stuttgart.de). Geben Sie darin die E-mail-Adresse an, an die wir bisher den Newsletter geschickt haben. Wir löschen dann umgehend diese E-mail-Adresse aus unserem Verteiler.