Newsletter der Greenpeace-Gruppe Stuttgart - Geschenkpapier ist Urwaldholz! =========================================================================== Liebe Leserin, lieber Leser, in der aktuellen Sonderausgabe unseres Newsletters finden Sie die Presseerklärung zu einer Infoaktion der Greenpeace-Gruppe Stuttgart, die am Samstag, 30.11.2002 in der Stuttgarter Fußgängerzone statt finden wird. Kommen Sie doch vorbei und informieren Sie sich, wir freuen uns auf Sie! wann: Sa, 30.11.02, 10-16 Uhr wo: untere Königstraße, auf der Höhe des Geschäftes "H&M" Mit umweltfreundlichen Grüßen Matthias von Herrmann Greenpeace-Gruppe Stuttgart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit --------------------------------------------------------------------- Presseerklärung vom 28. November 2002 Weihnachtsmann warnt: Geschenkpapier ist Urwaldholz! Greenpeace-Gruppe Stuttgart informiert über zu hohen Papierverbrauch Stuttgart, 28.11.2002 - Der Weihnachtsmann warnt am Samstag, 30.11.2002, zusammen mit Mitgliedern der Greenpeace-Gruppe Stuttgart in der Stuttgarter Fußgängerzone vor der Verwendung von Geschenkpapier aus Urwaldholz. Außerdem verteilt der Weihnachtsmann an alle Passanten Briefkasten-Aufkleber mit der Aufschrift "Weniger Papier ist Urwaldschutz: Bitte keine Werbung". Hintergrund der Infoaktion ist, dass in Deutschland grafische Papiere wie z.B. Geschenkpapier, Briefkastenwerbung, Kopierpapier oder Schulhefte zu 90 Prozent aus Urwaldholz bestehen. Nur fünf bis zehn Prozent dieser Produkte sind aus umweltfreundlichem Recyclingpapier. Greenpeace fordert daher zusammen mit dem Weihnachtsmann die Bevölkerung auf, besonders jetzt vor Weihnachten die Werbeflut im Briefkasten mit einem Aufkleber abzuwehren und nur Geschenkpapier zu verwenden, das aus 100 Prozent Recyclingpapier besteht. Recyclingpapier ist mit dem "Blauen Umweltengel" ausgezeichnet und daher leicht zu erkennen. Die Greenpeace-Infoaktion findet von 10 bis 16 Uhr auf der unteren Königstraße (Höhe Ladengeschäft H&M) statt. "Wir Deutschen sind Weltmeister beim Sammeln von Altpapier. Aber wir verwenden fast kein Recycling-Papier, das aus dem gesammelten Altpapier hergestellt wird. Geschenkpapier, Briefkastenwerbung oder Schulhefte können problemlos und ohne Qualitätseinbuße aus 100 Prozent Recyclingpapier hergestellt werden. Doch die Bevölkerung muss diese umweltfreundlichen Produkte auch verwenden!" fordert Stefanie Flierl von der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. Die Stuttgarter Greenpeace-Mitglieder werden die Passanten dazu anregen, ihren täglichen Papierverbrauch zu überdenken. Dazu wird Greenpeace Checklisten mit dem Titel "Wie urwaldfreundlich ist mein Haushalt" verteilen. Ein großer Teil der letzten Urwälder der Erde wird für kurzlebige Produkte abgeholzt: Wegwerfartikel wie Geschenkpapier, Briefkastenwerbung oder Hygieneartikel. Urwaldfreundliche Produkte mit dem "Blauen Umweltengel" hingegen garantieren, dass das Produkt zu 100 Prozent aus Recycling-Papier besteht. Der Verbrauch allein an Kopierpapier, das aus Urwaldholz hergestellt wird, ist in Deutschland jährlich so hoch, dass das Kopierpapier aufgestapelt bis zum Mond reichen würde (ca. 380.000 km). Der Raubbau an den letzten Urwäldern der Erde ist das Hauptproblem der Papierherstellung: Wertvolle Ökosysteme und unzählige Tier- und Pflanzenarten gehen dadurch unwiederbringlich verloren. Das gilt sowohl für alle nördlichen so genannten Altwaldgebiete wie Kanada, Skandinavien, Karelien (Finnland) und Sibirien, aber auch der tropische Regenwald ist durch den verschwenderischen Papierkonsum in Gefahr. Dort werden riesige Waldflächen abgeholzt und anschliessend mit Monokulturen aus schnell wachsenden Hölzern (z.B. Eukalyptus) bepflanzt. Diese Kunstwälder dienen lediglich der Gewinnung von Zellulose zur Papierherstellung und haben mit den ursprünglichen Urwäldern nichts gemeinsam: Die letzten Urwälder der Erde sterben an der Gier nach Holz und Papier. Newsletter wieder abbestellen? ============================== Wenn Sie unseren Newsletter nicht mehr bekommen möchten, dann schicken Sie eine kurze E-mail an uns (newsletter@greenpeace-stuttgart.de). Geben Sie darin die E-mail-Adresse an, an die wir bisher den Newsletter geschickt haben. Wir löschen dann umgehend diese E-mail-Adresse aus unserem Verteiler.