Newsletter der Greenpeace-Gruppe Stuttgart - Leere Meere - leere Teller! ======================================================================== Liebe Leserin, lieber Leser, in der aktuellen Sonderausgabe unseres Newsletters finden Sie die Presseerklärung zu einer Infoaktion der Greenpeace-Gruppe Stuttgart, die am Samstag, 15.02.2003 in der Stuttgarter Fußgängerzone statt finden wird. Kommen Sie doch vorbei und informieren Sie sich, wir freuen uns auf Sie! wann: Sa, 15.02.03, 10-16 Uhr wo: Ecke Königstraße/Bolzstraße, vor Dresdner Bank Den Greenpeace-Fischführer "Fisch & Facts" können Sie von unserer Homepage als PDF-Datei (398 kB) herunterladen: http://www.greenpeace-stuttgart.de/themen/meere/fischfuehrer.pdf In einem zweiseitigen Infoblatt erfahren Sie alles über Haiprodukte: http://www.greenpeace-stuttgart.de/themen/meere/haende_weg_von_haiprodukten.pdf Mit umweltfreundlichen Grüßen Matthias von Herrmann Greenpeace-Gruppe Stuttgart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit --------------------------------------------------------------------- Presseerklärung vom 13. Februar 2003 Leere Meere - leere Teller! Greenpeace-Gruppe Stuttgart warnt Verbraucher vor bedrohlicher Überfischung Stuttgart, 13.02.2002 - Bis auf drei Ausnahmen sind alle in Deutschland angebotenen Fischarten in ihrem Bestand gefährdet und sollten aus ökologischer Sicht nicht gekauft werden. Wie die Greenpeace-Gruppe Stuttgart weiter mitteilt, sind unter anderem Haie stark bedroht. Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Stuttgart fordern deshalb am Samstag, 15.02.2003 in der Königstraße bei einer Unterschriften-Aktion "Hände weg von Hai-Produkten!" und auf einem Banner "Leere Meere, leere Teller - Nachhaltige Fischerei jetzt!". Die Infoaktion findet in Stuttgart von 10 Uhr bis 16 Uhr an der Ecke Königstraße / Bolzstraße statt. Wie der Pressesprecher der Greenpeace-Gruppe Stuttgart, Matthias von Herrmann, betont, sind derzeit nur Karpfen, Makrelen und Heringe in ihrem Bestand nicht gefährdet. So werden weltweit rund 100 Millionen Haie jährlich getötet: "In Deutschland werden Haie unter Fantasie-Namen wie Kalbsfisch, Schillerlocke, Seeaal oder Seestör vermarktet, um die Verbraucher zu täuschen. In den Industriestaaten kommt so viel Fisch auf den Tisch, dass es bald nur noch leere Meere gibt." Schon jetzt ist die Hälfte der weltweiten Fischbestände an der Belastungsgrenze, fast ein Viertel ist sogar überfischt oder erschöpft. Greenpeace hat die wichtigsten Arten in einem Fisch-Führer aufgelistet, um die Verbraucher über die Überfischung zu informieren. "Auch bekannte Fischsorten, wie Heilbutt, Rotbarsch, Seehecht oder Tunfisch, sind in ihrem Bestand akut bedroht," sagt Matthias von Herrmann. "Weil Mittelmeer und Nordatlantik sowie Nord- und Ostsee geplündert sind, fischen die europäischen Fangflotten inzwischen die Gewässer vor Westafrika oder Südamerika leer. Dort werden durch den Zusammenbruch ganzer Meeres-Ökosysteme die einheimischen Küstenfischer in Armut gestürzt." Wenn die Plünderung der Weltmeere so weiter geht, wird eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit vernichtet. Greenpeace fordert daher, nachhaltige Fangmethoden anzuwenden und die weltweiten Fischbestände nach dem Vorsorgeprinzip zu bewirtschaften. Hierfür müssen die Fangflotten mindestens halbiert werden, um sie den begrenzten Beständen anzupassen. Der Fang zu junger Fische oder unerwünschter Tierarten, der so genannte Beifang, muss durch selektive Fischereimethoden minimiert werden. Für ökologisch empfindliche Meeresgebiete müssen ein striktes Fangverbot und Schutzzonen durchgesetzt werden. Die Verbraucher fordert Greenpeace auf, ihren Lebensmittelhändler oder die Herstellerfirma zu fragen, wo und wie der angebotene Fisch gefangen wurde. Die Kunden sollten sich garantieren lassen, dass der Fischbestand nicht überfischt ist und die Fangmethode keine ökologischen Schäden verursacht. Außerdem sollten keine Waren gekauft werden, die aus bedrohten Arten hergestellt werden. Hierzu gehören vor allem Garnelen (Shrimps), Tiefseefische und alle Haiprodukte. Newsletter wieder abbestellen? ============================== Wenn Sie unseren Newsletter nicht mehr bekommen möchten, dann schicken Sie eine kurze E-mail an uns (newsletter@greenpeace-stuttgart.de). Geben Sie darin die E-mail-Adresse an, an die wir bisher den Newsletter geschickt haben. Wir löschen dann umgehend diese E-mail-Adresse aus unserem Verteiler.