Presseerklärung vom 10. Dezember 1999

Ozonkiller verschwinden vom Bosch-Areal

Eingebaute Dämmplatten werden ausgetauscht

Stuttgart, 10. 12. 1999 - Der Generalbevollmächtigte für das Bauprojekt am Bosch-Areal Walter Veyhle sicherte heute in einem Gespräch mit der Greenpeace-Gruppe Stuttgart den Austausch der verwendeten ozon- und klimaschädlichen Dämmplatten zu. Die bereits verbauten Platten werden wieder ausgebaut und durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt. Die nicht verbauten Platten liegen schon zum Abtransport bereit.

"Wir sind mit dem Ausgang des Gesprächs sehr zufrieden. Herr Veyhle hat prompt reagiert und die einzig richtige Entscheidung getroffen. Wir begrüßen es, dass die ursprüngliche Absicht, ozon- und klimafreundliche Dämmstoffe zu verwenden, weiterverfolgt wird. Es ist folgerichtig, die falschen, umweltschädlichen Dämmplatten auszubauen und zu ersetzen", sagt Matthias von Herrmann, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Stuttgart.

Anlass des Gesprächs war die Aktion der Greenpeace-Gruppe Stuttgart zwei Tage zuvor. Dabei hatten die Umweltschützer mit einem Banner gegen die Verwendung von Dämmstoffen protestiert, die mit ozon- und klimaschädlichen teilhalogenierten Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen (H-FCKW) geschäumt sind. Bereits am folgenden Tag wurde ein gemeinsames Treffen mit den Verantwortlichen und Greenpeace vereinbart.

Bei dem heutigen Gespräch waren neben Herrn Veyhle und Mitgliedern der Greenpeace-Gruppe Stuttgart auch Vertreter des planenden Ingenieurbüros und der Bauleitung anwesend. Herr Veyhle entschied sofort, dass auch die bereits eingebauten Dämmplatten wieder ausgebaut werden. Ausschlaggebend für die Entscheidung von Herrn Veyhle war ein Schreiben der Bauleitung, wonach ursprünglich die Verwendung von "Styrodur C" vorgesehen war. "Styrodur C" wird mit Naturgasen geschäumt und ist daher klimaneutral und zerstört nicht die Ozonschicht.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 24.07.2000