Infostand am Earth Day 1998
Hintergrund
Am 22.4. eines jeden Jahres findet weltweit der Earth Day statt. 1998 war
unser Thema "Clean Construction". Wir forderten den Stuttgarter Oberbürgermeister
Dr. Wolfgang Schuster in einer Presseerklärung
auf, er solle sich im Gemeinderat für einen Beschluss einsetzen, der die
Umweltkiller FCKW, PVC und Urwaldholz beim öffentlichen Bau verbietet. Mit
Schautafeln zum Thema "Umweltkiller contra Alternativen" informierten wir
die Öffentlichkeit über die genannten schädlichen Baustoffe. Diese Schautafeln
zeigten wir außerdem am "Tag der Umwelt" 1998 auf dem Stuttgarter Schloßplatz
sowie auf der Messe "Umwelt 98", die auf dem Cannstatter Wasen stattfand.
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| Infostand |
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Am "Earth Day 1998" hatten wir einen Infostand auf dem
Stuttgarter Marktplatz. Dort informierten wir die Bevölkerung
über "Clean Construction".
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© von Herrmann
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© von Herrmann |
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Auf Infotafeln zeigten wir umweltschädliche Baustoffe sowie
umweltfreundlichere Alternativen. "Clean Construction"
wurde so für jeden begreifbar. Die konkreten Beispiele
machten den Bürgern klar, daß es tatsächlich realistische
Alternativen zu FCKW, PVC und Urwaldholz gibt.
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| Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) |
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Voll- und teilhalogenierte FCKW sind für die Zerstörung
der Ozonschicht verantwortlich. Sie tragen aber auch erheblich zum
Treibhauseffekt bei.
Es gibt voll- und teilhalogenierte FCKW. Das gleiche gilt auch
für die chlorfreien FKW. Die FCKW-Industrie versucht immer
wieder, ein FCKW gegen ein anderes, angeblich weniger schädliches
auszutauschen. Diese Praxis muß gestoppt werden: Voll-
und teilhalogenierte FCKW und FKW müssen verboten werden!
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© von Herrmann
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© von Herrmann |
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H-FCKW wie z.B. H-FCKW R 22 und H-FCKW
R 142b werden im Baubereich teilweise noch zum Schäumen
von Dämmplatten und Montageschäumen eingesetzt.
Es gibt umweltfreundliche Alternativen zu H-FCKW!
Dämmplatten können mit Naturgasen
geschäumt werden, Montageschäume ebenso. Statt Polystyrol-Dämmplatten
sollten Schaumglas oder andere natürliche Stoffe eingesetzt
werden, da die Herstellung von Styrol für Umwelt und Gesundheit
problematisch ist.
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| Polyvinylchlorid (PVC) |
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PVC ist der am meisten verbreitete Kunststoff. Bei seiner Produktion
und seiner Verbrennung entstehen erhebliche Mengen hochgiftige Dioxine
und Furane. Im Brandfall werden außerdem
korrosiver Chlorwasserstoff und extrem dichter Qualm freigesetzt.
PVC wird aus dem giftigen, krebserzeugenden und explosiven Gas
Vinylchlorid hergestellt. Aus Weich-PVC gasen erhebliche Mengen
gesundheitsschädlicher Weichmacher aus. Alt-PVC ist praktisch
nicht recycelbar. Die PVC-Produktion muß verboten werden!
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© von Herrmann
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© von Herrmann
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PVC wird im Baubereich als Fenster, Rohre, Kabel, Bodenbeläge,
Folien, Profile usw. eingesetzt.
Es gibt umweltfreundliche Alternativen zu PVC!
Fenster können aus einheimischem Holz gefertigt werden, Rohre
aus Steinzeug, Kabel aus Polyolefinen,
Bodenbeläge aus Linoleum, Folien und Profile aus Polyethylen.
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| Urwaldholz |
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Urwaldholz ist Holz, das aus den letzten Urwäldern der Erde
stammt. Es wird meist durch Kahlschlag gewonnen.
Beim Kahlschlag wird die gesamte Urwaldvegetation vernichtet, die
Artenvielfalt verschwindet, Erosion zerstört den Boden. Heute
sind bereits 80% der Urwälder weltweit vernichtet. Und die
Zerstörung geht weiter, so z.B. in Kanada, Brasilien und Rußland.
Die Verwendung von Urwaldholz muß gestoppt werden!
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© von Herrmann
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© von Herrmann
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Urwaldholz wird im Baubereich zu Fenstern, Türen und Möbeln
weiterverarbeitet.
Es gibt umweltfreundliche Alternativen zu Urwaldholz!
Einheimisches Holz kann problemlos die tropischen und borealen Urwaldhölzer
ersetzen. Fenster aus Kiefer oder Türen aus Buche müssen
wieder vermehrt eingesetzt werden. Dieses Holz muß aus naturnaher
Waldnutzung stammen!
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Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
03.08.2000
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