Aktion in Leinfelden gegen FKW in Kühltruhen

Hintergrund

Fluor-Kohlenwasserstoffe (FKW) und Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) zerstören nicht nur die schützende Ozonschicht der Erde, sondern heizen als Treibhausgase auch das Weltklima auf. Mit der durch Greenpeace angeregten Einführung des Öko-Kühlschrank "Greenfreeze" hat die ostdeutsche Firma Foron bewiesen, dass man Kühlschränke und -truhen für Privathaushalte auch ohne FKW und FCKW kostengünstig herstellen kann.
Seither haben viele Anbieter von Haushaltsgeräten ihr Sortiment auf umweltfreudliche Produkte umgestellt. Doch bei gewerblichen Kühltruhen wie in Supermärkten werden noch immer Geräte mit diesen Klima- und Ozonschicht-Killern eingesetzt, obwohl es auch hier umweltfreudliche Alternativen gibt.

Info-Aktion

Deshalb haben wir im März 1996 vor einem Toom-Supermarkt in Leinfelden bei Stuttgart gegen gewerbliche Kühltruhen mit FKW protestiert. Auf selbst gemachten Schrifttafeln mit der Überschrift "Eiskalte Sonderangebote" listeten wir die Folgen von FKW und FCKW für die Umwelt auf:
Ozonloch,
erhöhte UV-Strahlung,
Hautkrebs und
Klimaaufheizung.


© Greenpeace-Gruppe Stuttgart



© Greenpeace-Gruppe Stuttgart

Zugleich informierten wir Kunden und Geschäftsleitung des Supermarktes über umweltfreundliche Alternativen.

Die meisten Kunden sahen nicht ein, weshalb FKW-freie Kühltruhen, die ja schon in vielen Privathaushalten gute Dienste tun, nicht auch für gewerbliche Nutzung möglich sein sollten.

Auch die Geschäftsleitung zeigte sich aufgeschlossen, wollte aber mit Hinweis auf die Konzernzentrale keine Zusagen machen.


© Greenpeace-Gruppe Stuttgart

Ergebnis

Noch im selben Jahr verpflichten sich vier große deutsche Supermarktketten, künftig auf klima- und ozonschädigende Kühlmittel in ihren Kühlregalen zu verzichten. Inzwischen sind FKW auch in gewerblichen Kühltruhen vom Markt verschwunden, weil es billige und umweltfreundliche Ersatzstoffe gibt.



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 18.12.2006