Schneller Erfolg am Friedrichs-Carré

Hintergrund
Auf dem Gelände des Friedrich-Carrés (ehemaliges interio-Gebäude) errichtete die Firma Hoch-Tief ein neues Bürohochhaus. Bei Baustellen-Recherchen stießen wir im Jahr 2000 auf H-FCKW-geschäumte Dämmplatten der Marke "Jackodur". H-FCKW schädigt das Klima und die Ozonschicht. Es handelte sich insgesamt um 12 Pakete à 0,3 m³. Die darin enthaltenen H-FCKW R 22 und H-FCKW R142b schädigen das Klima so stark wie ein durchschnittliches Auto, das 5,5 mal um die Erde fährt! Darher schrieben wir Hoch-Tief an und forderten den Austausch der umweltschädlichen Dämmplatten.
Baustellen-Recherche

Das siebenstöckige Haus sollte mit Dämmplatten der Marke "Jackodur" gedämmt werden. Diese speziellen Dämmplatten dürfen seit dem 1.1.2000 nicht mehr produziert werden. Trotzdem werden weiterhin auf vielen Baustellen solche XPS-Dämmplatten verbaut. Umweltfreundlichere Alternativen sind am Markt problemlos verfügbar und nicht teurer.

 

Baustelle Friedrichs-Carré
© von Herrmann


lila "Jackodur"-Platten
© von Herrmann

 

Ein paar Dämmplatten lagen noch auf der Baustelle herum, als wir diese Bilder machten. Zu der Zeit hatten wir mit Hoch-Tief bereits Kontakt aufgenommen und die Baufirma über die Umweltschädlichkeit der "Jackodur"-Dämmplatten informiert.

  weitere "Jackodur"-Platten
© von Herrmann
Ergebnis

Hoch-Tief antwortete uns innerhalb weniger Tage und nach gut einer Woche stand fest, dass die umweltschädlichen Dämmplatten gegen ozon- und klimafreundliche Varianten ausgetauscht werden. Hoch-Tief traf damit die einzig richtige Entscheidung, was wir sehr begrüßen.

Doch ein Jahr später, im Juni 2001, entdeckten wir erneut lila Jackodur-Dämmplatten, die inzwischen sogar verbaut waren. Mehr dazu im Beitrag "H-FCKW wider Willen?"



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 13.07.2001