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Presseerklärung vom 28. August 2001 Greenpeace lobt: Weniger Umweltkiller verbautGreenpeace-Aktion am Kindergarten in Stuttgart-GaisburgStuttgart, 28. 08. 2001 - Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart lobt heute mit einer Aktion am neuen Kindergarten in Stuttgart-Gaisburg (Am Klingenbach 34) die Bemühungen der Stuttgarter Bauämter, auf umweltschädliche Baustoffe wie den Kunststoff PVC und Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW/FKW) zu verzichten. Zehn Greenpeace-Aktivisten entrollen ein 7x5m großes Banner vom Dach des Neubaus. Es trägt die Aufschrift: "Weniger Umweltkiller am Bau - Weiter so, Stuttgart!". Greenpeace zeichnet damit das Bauwerk als ökologisch wegweisend aus. Der Boden des zweigeschossigen Kindergartens ist komplett mit Linoleum belegt. Linoleum ist eine umweltfreundliche Alternative zu PVC-Bodenbelag. Gleichzeitig erinnert Greenpeace mit dieser Aktion den Umweltausschuss des Gemeinderates daran, nach der Sommerpause wie versprochen für mehr Umweltschutz am Bau zu stimmen. "Der Neubau dieses Kindergartens zeigt sehr schön, dass Umweltschutz am Bau möglich ist, wenn der Bauherr dies will. Die Stuttgarter Bauämter wollen auf die schlimmsten Umweltkiller am Bau verzichten. Dazu gehören FCKW-geschäumte Dämmstoffe und der Massenkunststoff PVC. Jetzt fehlt nur noch das politische OK des Umweltausschusses, damit in Zukunft alle städtischen Bauten umweltfreundlicher gebaut werden können" sagt Matthias von Herrmann, Greenpeace-Pressesprecher und Leiter des Greenpeace-Projektes "Clean Construction". Dem Umweltausschuss liegt seit 24.7.2001 ein Antrag vor, der von SPD, FDP und Freien Wählern eingebracht wurde. Er enthält den Verzicht auf FCKW/FKW und PVC in allen Baubereichen. Die CDU-Fraktion hatte dem Antrag noch nicht zustimmen wollen und sich die Sommerpause zur Prüfung des Inhalts erbeten. Mittlerweile hat CDU-Stadtrat Roland Schmid in einem Schreiben an Greenpeace zugesagt, dass die CDU für mehr Umweltschutz am Bau stimmen werde. Diese Entscheidung begrüßt Greenpeace sehr. Der Umweltausschuss beschäftigt sich auf Initiative von Greenpeace hin bereits seit November 2000 mit der Vermeidung von FCKW/FKW und PVC. Mehrfach haben sich die Bauämter und Stadträte aller Fraktionen für umweltfreundliche Bauweisen ausgesprochen. Matthias von Herrmann: "Nun ist es endlich soweit: Alle politischen Kräfte wollen dem Verzichtsantrag zustimmen und das Hochbauamt zeigt mit diesem Kindergarten, dass Umweltschutz am Bau kein Hexenwerk ist." Der Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC) wird hauptsächlich als Kabelummantelungen,
Fenster, Rohre und Fußbodenbeläge verwendet. Er verursacht
bei der Herstellung, der Anwendung und der Entsorgung große Umwelt-
sowie chronische Gesundheitsprobleme. Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW,
H-FCKW, FKW, H-FKW) werden als Treibgas in geschäumten Dämmplatten
und als Kühlmittel in Klimaanlagen verwendet. FCKW/FKW sind verantwortlich
für die Zerstörung der Ozonschicht und sie tragen erheblich
zum Treibhauseffekt bei. Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 25.08.2001 |