Grundschule Sillenbuch mit Klima- und Ozonkillern gedämmt

Hintergrund
Bei einer Recherche in Stuttgart-Sillenbuch fanden wir im Oktober 1998 auf einer Baustelle des Stuttgarter Hochbauamtes H-FCKW-geschäumte Dämmplatten der Marke "Jackodur". Wir traten daraufhin mit dem Hochbauamt in Kontakt und klärten über diesen Missstand auf.
Baustellen-Recherche

Die gesamte erdberührende Perimeter-Dämmung der neuen Turnhalle bestand aus H-FCKW-geschäumten Dämmplatten. Dabei handelte es sich um Platten der Firma Gefinex-Jackon (Marke "Jackodur").

 

Turnhalle
© von Herrmann


Unseren Schätzungen nach wurden ca. 21 m³ Dämm-Material an den Seitenwänden und im Bodenbereich verbaut. In den Platten steckten demnach über 70 kg teilhalogenierte FCKW (H-FCKW R 22 und H-FCKW R 142b). FCKW sind hochwirksame Treibhausgase und zerstören die Ozonschicht.  

verbaute Dämmplatten
© von Herrmann


Typenschild "Jackodur"
© von Herrmann

 

Das Firmenetikett und die lila Verpackung bewiesen es: ozon- und klimaschädliche H-FCKW-geschäumte Dämmplatten der Marke "Jackodur"! Über die Zulassungsnummern auf dem Etikett verschafften wir uns endgültige Gewissheit: Im baulichen Zulassungsbescheid dieser Dämmstofplatten steht, dass H-FCKW als Treibgas verwendet wurden.

Für den Bereich der erdberührenden Perimeterdämmung gibt es genügend ozon- und klimafreundliche Alternativen. Ihrem Einsatz steht nichts im Wege.

Ergebnis
Nachdem wir das Hochbauamt Stuttgart mit den Fakten konfrontiert hatten, entschied das Amt als Sofortmaßnahme, die ganze Bandbreite der FCKW (teil- und vollhalogenierte Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe: FCKW, H-FCKW, FKW, H-FKW) bei zukünftigen Ausschreibungen komplett zu verbieten. Diesen ersten Schritt in die richtige Richtung werten wir als eindeutigen Erfolg für die Umwelt.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 23.09.2000