Positiv #1: Musikhochschule mit Schaumglas gedämmt

Hintergrund
An der Konrad-Adenauer-Straße in Stuttgart entsteht zur Zeit das "Haus der Geschichte" und die Erweiterung der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

Nach unseren Erfahrungen aus dem Jahr 1999 (Altes Schloss, Finanzamt Ludwigsburg) haben wir auf Landesbaustellen ein besonderes Auge: Zum einen werden hier Steuergelder verbaut, zum Anderen ist das Land als Bauherr Vorbild für Kommunen und private "Häuslesbauer".
Baustellen-Recherche

Das Baustellenschild beweist es: Dieses Gebäude wird mit Mitteln des Bundes befördert. Das Bauvolumen beträgt ca. 70 Mio. DM.

Ansatz unserer Recherche war im aktuellen Baustadium, welche Art von Dämmstoffen verwendet wurden. Bisher hatten wir auf Landesbaustellen ozon- und klimaschädliche Hartschaumstoffe gefunden, wirklich ökologische Alternativen jedoch bislang nicht.

 

Baustellen-Schild
© von Herrmann


Schaumglas
© von Herrmann

 

Dieser Stapel Schaumglas zeigt: Es geht auch ökologisch. Schaumglas enthält keine ozon- oder klimaschädlichen Treibgase, keine gesundheitsschädlichen Flammschutzmittel und ist kein Erdölprodukt.

Geschäumtes Glas ist eine echte ökologische Alternative zu den bereits genannten Hartschaum-Dämmstoffen.

Greenpeace-Fazit: Super! Weiter so!

  Schaumglas-Stapel
© von Herrmann

verbautes Schaumglas
© von Herrmann
 

Für die Anwendung als Perimeterdämmung (erdberührende Außendämmung eines Gebäudes) ist Schaumglas gut geeignet: Es ist Wasser- und dampfundurchlässig, kann also auch über Jahre hinweg (im Gegensatz zu Hartschaum!) kein Wasser akkumulieren. Die Dämmeigenschaften gehen daher auch nicht zurück.

Bei Hartschaum (XPS) hingegen muss der Bauherr mit einer Abnahme der Wärmeleitgruppe um ca. 25-35% in einem Zeitraum von 30 Jahren rechnen (nach Prof. Dr.-Ing. Karl Gertis und Dipl.-Phys. Klaus Sedlbauer in "Ökobilanz für Bauprodukte").

Die hier verbauten Steuergelder sind für ein ökologisch sinnvolles Produkt ausgegeben. Stadt und private Bauherren sollten sich daran ein Beispiel nehmen.



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 22.10.2000