Deutsche Post AG verbaut Klima- und Ozonkiller
Hintergrund
Im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt baute die Deutsche Post AG ein mehrstöckiges
Gebäude für Büroräume und für ein Postcenter. Wie
wir herausfanden, wurden jedoch zur Wärmedämmung dieses Neubaus
klima- und ozonschädliche H-FCKW-haltige Dämmplatten verwendet.
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| Baustellen-Recherche |
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Die Deutsche Post AG baute gegenüber dem Bahnhof in Stuttgart-Bad
Cannstatt ein mehrstöckiges Bürogebäude.
Wir schauten uns den Neubau genauer an und entdeckten prompt an
einer der Außenwände...
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© von Herrmann
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© von Herrmann
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...die uns mittlerweile wohlbekannten lila Dämmplatten "Jackodur"
der Firma Gefinex-Jackon.
Daraufhin sahen wir uns auf der Baustelle mal ein wenig genauer
um.
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© von Herrmann |
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Im Gebäude lagerten riesige Mengen noch nicht verbauter "Jackodur"-Dämmplatten.
Diese sind mit den Klima- und Ozonkillern H-FCKW
R 22 und H-FCKW R 142b aufgeschäumt.
Wir zählten zum Zeitpunkt der Recherche 37 Pakete mit einem Volumen
von 11,1 m³.
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© von Herrmann
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© von Herrmann |
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Die H-FCKW, die zum Aufschäumen der Polystyrol-Hartschaumplatten
verwendet werden, haben ein ca. 4.000faches Treibhauspotential verglichen
mit dem bekannten Treibhausgas CO2. Daraus folgt, dass das H-FCKW,
das sich noch in den hier gezeigten Platten (Fotos links und oben)
befindet, die Atmosphäre genauso aufheizt wie ein durchschnittliches
Auto, das 727.000 km zurücklegt. Das ist der 18fache Erdumfang!
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© von Herrmann |
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Dem Typenschild, das auf jedem Paket klebte, konnten wir die Zulassungsnummern
entnehmen. Über diese Nummern (Z-23.5-110, Z-23.4-109, Z-23.2.2-162.1)
konnten wir beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin die
Zulassungen erhalten. Darin steht, dass diese Platten mit klima-
und ozonschädlichen H-FCKW aufgeschäumt werden.
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Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
23.09.2000
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