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Esslinger Zeitung vom 14. Mai 1999 Klimakiller entferntGreenpeace-Aktion im Schloßkeller war erfolgreichStuttgart (a) - Greenpeace-Aktivisten haben vor wenigen Tagen beim Ausbau des Alten Schlosses im Keller umweltschädliche Dämmplatten entdeckt. Sofort schlugen die Umweltschützer beim Land Alarm. Das staatliche Hochbauamt reagierte auch prompt und läßt jetzt die klimakillenden Dämmplatten aus H-FCKW ausbauen und die noch nicht verbrauchten abtransportieren. Greenpeace-Sprecher und Mitarbeiter in der CC-Gruppe (Clean Construction oder sauberes Bauen) Matthias von Herrmann wurde vor kurzem bei einem Bummel durch die Stuttgarter Innenstadt auf die gelben Packen aufmerksam, die vor dem Alten Schloß lagerten. In den Plastikballen steckten tatsächlich H-FCKW-Dämmplattenen, die zur Dämmung der Kellerräume vorgesehen waren. Die Platten der Firma Poliglas sind mit H-FCKW geschäumt - einem Stoff, der erheblich dazu beiträgt, daß die Atmosphäre der Erde ständig aufgeheizt wird. "Als wir davon erfuhren, haben wir sofort bei dem beauftragten Bauunternehmen Müller-Altvatter reklamiert, denn dies ist eindeutig ein Verstoß gegen das Leistungsverzeichnis", so die Leiterin des staatlichen Hochbauamtes, Helga Bernhard. Diese Dämmplattenart sei zwar noch bis 2015 europaweit zugelassen, aber das Land Baden-Württemberg habe festgelegt, daß nur FCKW-freies Material an den Landesbaustellen verwendet werden darf. Inzwischen wurde ein Teil der ausgelegten Dämmung wieder herausgerissen. Die Bauunternehmung sprach von einem "Lieferfehler". Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 01.08.2000 |