Klima- und Ozonkiller beim Schwäbischen Turnerbund
Hintergrund
Im März 1998 fanden wir bei Baustellen-Recherchen erneut H-FCKW-geschäumte
Dämmplatten, diesmal auf einer Baustelle des Schwäbischen Turnerbundes (STB).
Dieser baute damals in Stuttgart-Bad Cannstatt direkt neben dem Gottlieb-Daimler-Stadion
ein neues Leistungszentrum für Kunstturnen. Die gesamte Sporthalle sollte
im Fundamentbereich mit den klima- und ozonschädlichen Platten gedämmt
werden. Wir prangerten dieses Vorhaben in einer Presseerklärung
an.
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| Baustellen-Recherche |
| Das Baustellenschild des Schwäbischen Turnerbundes.
Sogar mit kommunalen Geldern sowie mit Landes- und Bundesmitteln wurde
hier gebaut. Also wurden die H-FCKW-geschäumten Dämmplatten
mit Steuergeldern gekauft! |
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© von Herrmann
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© von Herrmann |
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Ein Teil des Bodens der geplanten Turnhalle war bereits mit H-FCKW-geschäumten
Dämmplatten der Firma Gefinex-Jackon (Marke "Jackodur") belegt.
Rechts im Bild ist das Gottlieb-Daimler-Stadion zu sehen.
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Die Menge der noch nicht verbauten Platten betrug etwa 42 m³,
also fast 150 kg ozon- und klimaschädliches H-FCKW
R 22 und H-FCKW R 142b. Bereits bei
der Produktion solcher Platten entweichen ca. 30% der H-FCKW.
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© von Herrmann
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© von Herrmann |
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Bis zum Zeitpunkt dieser Fotos sind demnach bereits 75 kg H-FCKW
in die Atmosphäre entwichen, bezogen auf die abgebildeten Dämmstoffmenge.
Die verbliebenen 150 kg werden ihren Weg in die Atmosphäre
in den nächsten Jahrzehnten finden.
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| Auf dem Typenschild der "Jackodur"-Platten haben wir
die Stelle rot markiert, an der immer die Zulassungsnummern zu finden
sind. Es handelt sich hierbei um folgende Nummern: Z-23.5-110, Z-23.4-109,
Z-23.2.2-162.1. Diese Nummern sind sehr wichtig, da in den entsprechenden
Zulassungsbescheiden des Deutschen Institutes für Bautechnik
steht, ob mit H-FCKW geschäumt wurde. |
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© von Herrmann
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| Ergebnis |
| Wir führten einen Ortstermin mit Presse durch:
Die Stuttgarter Nachrichten, die Cannstatter
Zeitung (Artikel 1, Artikel
2) und die Bild-Zeitung berichteten
über unsere Funde. Der Schwäbische Turnerbund reagierte
daraufhin und schickte die umweltschädlichen Dämmplatten
an den Hersteller zurück. Statt dessen kamen umweltfreundlichere
Produkte zum Einsatz. Dies war der Cannstatter
Zeitung noch einmal einen Bericht wert. |

Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
09.08.2000
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