Infostand: Kein Umweltgift in Babymund!

Hintergrund
Weiches PVC-Plastikspielzeug für Kinder, wie z.B. Quietschenten, Beißringe oder Rasseln, enthält chemische Weichmacher, die hormonähnlich wirken und sich im Körper anreichern. Außerdem haben diese sogenannten Phthalate fortpflanzungsschädigende Eigenschaften und sind wahrscheinlich krebserregend. Weitere toxikologische Eigenschaften wurden bisher noch nicht einmal untersucht! Daher unsere Forderung: Kein Umweltgift in Babymund!
Im Dezember 1997 beteiligten wir uns an der weltweiten Greenpeace-Kampagne gegen Kinderspielzeug aus Weich-PVC. Wir führten in der Stuttgarter Fußgängerzone einen Infostand zum Thema "PVC-Weichmacher" durch.

Wir machten eine Protest-Fax-Aktion: Passanten konnten Protest-Faxe unterschreiben, die sich an die Spielzeug-Kaufhauskette "Toys R Us" richteten. Die Forderung lautete: "Nehmen Sie Babyspielzeug aus Weich-PVC aus Ihren Regalen und stellen Sie den Verkauf dieses Spielzeuges sofort ein!"

 


© Greenpeace



© Hühne
 

Wir verteilten Infomaterial an interessierte Passanten. Auch wenn es eiskalt war, wollten doch viele Bürger wissen, warum Spielzeug aus Weich-PVC schädlich ist.

Mittlerweile haben Kaufhäuser und Spielwarengeschäfte wie "Toys R Us" reagiert: Der deutsche Markt ist von Spielzeug aus Weich-PVC befreit!



© Hühne

Am Infostand kamen wir immer wieder mit Bürgern ins Gespräch. Auch wenn das Wort "Phthalate" schwierig auszusprechen ist, so sind die gesundheitsschädlichen Auswirkungen auf Kleinkinder doch erheblich.


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Ergebnis
Die Bundesregierung beschloss schließlich am 21. Juli 1999 ein Verbot für Babyspielzeug aus Weich-PVC! Die Regelung bezieht sich auf Weich-PVC-Spielwaren für Kinder unter 3 Jahren. Dies dürfen wir als einen Erfolg unserer Kampagne betrachten. Die Vernunft bezüglich der Gesundheit der Kinder hat endlich über einseitige Wirtschaftsinteressen der Industrie gesiegt.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 11.01.2007