Klima- und Ozonkiller in Wolfschlugen
Hintergrund
Bei Ausschreibungsrecherchen stießen wir auf H-FCKW-haltige Dämmplatten
der Firma Pfleiderer. Mit diesen Platten sollte in der Gemeinde Wolfschlugen
(20 km südlich von Stuttgart) das Dach der Turn- und Festhalle saniert werden.
Wolfschlugen ist seit einigen Jahren Mitglied im Klimabündnis,
muss also auf FCKW-Treibgase verzichten. Wir handelten sofort und gaben
eine Presseerklärung heraus. Außerdem luden wir
die Presse zu einem Ortstermin ein, da wir die klima- und ozonschädlichen
Dämmplatten mit dem Umweltteufel kennzeichnen wollten.
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| Aktion gegen H-FCKW-Dämmplatten |
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Zunächst kennzeichneten wir die umweltschädlich geschäumten
Dämmplatten mit dem Umweltteufel. Die "Pingo"-Platten
der Firma Pfleiderer aus Neumarkt / Bayern sollten auf dem Dach
der Turn- und Festhalle von Wolfschlugen eingebaut werden. Sie enthalten
klima- und ozonschädliches H-FCKW als Treibgas.
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© von Herrmann
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© Mielert |
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Nach der Kennzeichnung mit dem Umweltteufel besuchten wir den Wolfschlugener
Bürgermeister Ottmar Emhardt. Unser FCKW-Experte Matthias von
Herrmann konfrontierte ihn mit der Tatsache, dass Wolfschlugen zwar
im weltweiten Klimabündnis
Mitglied ist, aber trotzdem klimaschädliche Dämmplatten
in großem Umfang verbauen lassen will.
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| Die Presse, die sich ebenfalls in das Amtszimmer des
Bürgermeisters begeben hatte, versorgten wir daraufhin mit Hintergrundinfos
zur Umwelt-Gefährlichkeit der "Pingo"-Dämmplatten
und zu möglichen Alternativen. |
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© Mielert
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© Mielert |
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Bürgermeister Emhardt begab sich nach der ersten Pressefragerunde
in seinem Amtszimmer mit uns zusammen zur fraglichen Baustelle.
Dort konnten wir ihm die Zulassungsunterlagen der fraglichen Dämmplatten
zeigen und beweisen, dass H-FCKW darin enthalten ist.
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| Ergebnis |
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Bürgermeister Emhardt entschied vor Ort sofort, dass die noch
nicht verbauten Platten gegen klima- und ozonfreundliche Exemplare
ausgetauscht werden sollten. Auch die bereits verbauten Dämmplatten
sollten wieder ausgebaut werden!
Diesen Schritt begrüßt Greenpeace. Die Bau- und Dämmstoff-Firmen
müssen erkennen, dass klima- und ozonschädliche Baumaterialien
nicht akzeptabel sind.
Das Presseecho war enorm, folgende Zeitungen berichteten ausführlich:
Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter
Nachrichten, Nürtinger Zeitung,
Esslinger Zeitung und Filder-Extra.
Radio 7 ES brachte noch am selben Tag einen Bericht (RealAudio,
2:39 Minuten, 2 kB/s). Wenn Sie den RealPlayer
installiert haben, können sie sich den Bericht online anhören.
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Webmaster,
Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
27.09.2001
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