Hochbauamt betrogen: H-FCKW vertragswidrig verbaut
Hintergrund
Ozon- und Klimaschädliche Dämmstoffe, die mit H-FCKW oder H-FKW
geschäumt sind, werden trotz der bekannten schädlichen Wirkung
der Treibgase weiterhin verbaut. Der vorliegende Fall ist der Kindergarten
in Stuttgart-Zuffenhausen (Colmarer Str. 35), der zur Zeit (Sommer/Herbst
2001) renoviert wird.
Bereits im Oktober 1998 fanden wir bei einer Recherche in Stuttgart-Sillenbuch
große Mengen H-FCKW-geschäumter Dämmplatten, die an der
neuen Turnhalle der Grundschule Sillenbuch verbaut worden waren. Lesen
Sie dazu auch den Bericht "Grundschule Sillenbuch
mit Klima- und Ozonkillern gedämmt". Daraufhin nahm das
Stuttgarter Hochbauamt in alle seine Ausschreibungen das Verbot aller
FCKW-Varianten (FCKW, H-FCKW, FKW, H-FKW) auf. Daran müssen sich
seitdem Architekten, Bauingenieure und Baufirmen halten.
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| Baustellen-Recherche |
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In Stuttgart-Zuffenhausen wird in der Colmarer Straße der
Kindergarten renoviert und erweitert.
Bauherr ist das Stuttgarter Hochbauamt, das mehr und mehr auf umweltfreundliche
Bauweise achtet.
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© von Herrmann |
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© von Herrmann
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Der angefügte Neubau wurde im Bereich der erdberührenden
Dämmung (Perimeter) ringsum mit klima- und ozonschädlichen
Dämmplatten der Firma Gefinex-Jackon (Marke "Jackodur")
versehen.
"Jackodur"-Dämmplatten sind an der typischen lila
Färbung zu erkennen. Die hier verbauten Platten mit der Zulassungs-Nummer
Z-23.11-1239 sind mit dem höchst klimaschädlichen Gas
H-FKW 152a geschäumt. Klimafreundliche Alternativen sind jedoch
auf dem Markt in großer Auswahl vorhanden.
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© von Herrmann
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Das Hochbauamt verbietet solche H-FCKW-haltigen Dämmplatten
seit November 1998. Die Tatsache, dass an diesem Kindergarten trotzdem
solche Dämmstoffe eingebaut wurden, stellt eindeutig einen
Vertragsbruch dar, das Hochbauamt wurde hier betrogen.
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© von Herrmann
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| Ergebnis |
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Wir haben dem Hochbauamt diesen Fund sofort mitgeteilt. Der zuständige
Projektleiter und die Bauleiterin vor Ort waren über diesen
Vertragsbruch nicht begeistert und werden entsprechende Schritte
einleiten.
Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart wird auch weiterhin Stuttgarter
Baustellen unter die Lupe nehmen und genau hinschauen, was für
Materialien verwendet werden. Doch diese Recherchen kosten Geld:
Als ehrenamtlich arbeitende Greenpeace-Mitarbeiter benötigen
wir Material wie z.B. Foto-Filme, um Recherchen wie diese hier im
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Webmaster,
Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
23.09.2001
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