Stuttgarter Zeitung vom 10. Juni 1994

Greenpeace-Aktion

„Atommüll" vor dem Rathaus

Die Umweltschutzorganisation Greeneace hat dem Rathaus symbolisch Atomüll vor die Tür gestellt. Etwa 60 weißgekleidete Teilnehmer bauten am Donnerstag nachmittag gegen 15 Uhr auf dem Marktplatz fünf Würfel mit je 24 000 Liter auf, die den Atommüll, der in den ersten fünf Monaten bei der Produktion von Atomstrom anfällt, darstellen sollte. Außerdem gab eine Delegation bei Umweltbürgermeister Jürgen Beck vier 200-Liter-Fässer ab. Mit dieser ,,Atommüllieferung" wollte die Stuttgarter Greenpeace-Gruppe ihre Forderung nach einem langfristigen Ausstieg aus der Kernkraft unterstreichen. Mit diesem Anliegen wähnen sich die Umweltschützer nicht alleine: Bei einer Unterschriftenaktion auf der Königstraße Ende Mai hatten nach Angaben von Greenpeace innerhalb von sechs Stunden 1300 Passanten unterschrieben. rd


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