Cannstatter Zeitung vom 27. Juni 1998

Schuster soll Castor-Transport verhindern

Stuttgart (red) - Die Stuttgarter Greenpeace-Gruppe hat an Oberbürgermeister Schuster appelliert, sich für den Stopp von Atomtransporten einzusetzen. In einem Brief an den OB verweisen die Umweltschützer auf die Vorkommnisse um verstrahlte Atommülltransporte in den letzten Monaten. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Neckarwerke Stuttgart, die an dem Kernkraftwerken Neckarwestheim und Obrigheim beteiligt ist, habe Schuster die Möglichkeit, weitere Transporte durch das Stadtgebiet zu verhindern. Nach Darstellung von Greenpeace Stuttgart sind bislang alle Castortransporte aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen durch die Stuttgarter Stadtteile Obertürkheim, Untertürkheim, Bad Cannstatt, Münster und Zazenhausen geleitet worden. Die Umweltaktivisten sehen ein erhebliches gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung, falls bei einem Versagen der Castor-Behälter radioaktiver Staub in die Umgebung gelangt.


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