Unterschriften-Sammlung gegen Castor-Transporte
| Hintergrund |
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1998 gab es mehrere Castor-Atommüll-Transporte vom bayerischen
Atomkraftwerk Gundremmingen in die französische Wiederaufbereitungsanlage
La Hague. Der Transportweg führte über Stuttgart - quer durchs Stadtgebiet.
Dabei fuhren die Castor-Behälter am Neckar entlang mitten durch
Ober- und Untertürkheim, über den Viadukt in Bad Cannstatt und an
Münster und Zazenhausen vorbei.
Viele Großstädte in Deutschland - wie Bonn, Frankfurt, Hannover
und Köln - lehnen eine Durchfahrt von Atommüll-Transporten
ab und haben dies durch Gemeinderatsbeschlüsse dokumentiert.
Der Stuttgarter Oberbürgermeister Schuster lehnt es dagegen ab,
sich auch hier für einen solchen Gemeinderatsbeschluss einzusetzen.
Er argumentiert, dass für die Castor-Transporte durch Stuttgart
alle erforderlichen Genehmigungen vor, wobei "alle sicherheitsrelevanten
Faktoren geprüft wurden". Ein Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung
sieht Schuster daher nicht.
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| Info-Aktion |
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Deshalb haben wir am 21.02.1998 (siehe Fotos) und an den beiden
folgenden Samstagen in der Stuttgarter Königstraße Unterschriften
gegen Castor-Transporte durch unsere Stadt gesammelt.
Anfang 1997 hatte die Stadt eine Bürgerbefragung durchgeführt,
bei der Anregungen, Kritik und Wünsche geäußert werden konnten.
Diese Bögen haben wir jetzt für unsere Unterschriften-Sammlung
benutzt. Dabei konnten Bürger auf den gelben Karten unsere
Forderung nach einem Stopp der Castor-Transporte durch Stuttgart
unterschreiben.
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© Greenpeace-Gruppe
Stuttgart
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© Greenpeace-Gruppe
Stuttgart |
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Insgesamt unterstützten an drei Samstagen
rund 2.500 Bürger unsere Forderung. Die meisten Menschen
wussten nicht einmal, dass immer wieder Castor-Atommüll-Transporte
durch Stuttgart rollen. Sie teilten auch nicht die Ansicht von OB
Schuster, wochach für die Bevölkerung durch die Transporte
kein Sicherheitsrisiko bestehe.
Am 12.03.1998 haben wir dann OberbürgermeisterSchuster die
gelbe Karte gezeigt! Wir übergaben die insgesamt 2.500 Unterschriften
auf den gelben Unterschriftsblättern bei einer spektakulären
Aktion am Stuttgarter Rathaus und
forderten den Oberbürgermeister auf, seine Haltung noch einmal
zu überdenken.
Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung. |
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| Ergebnis |
| Wir haben an nur drei Samstagen insgesamt
2.500 Unterschriften von Stuttgarter Bürgern gesammelt, die unsere
Foderung unterstützen, einen Gemeinderatsbeschluss gegen Castor-Transporte
durch Stuttgart zu unterstützen. Auch in der Presse stieß
unsere Unterschriften-Aktion auf großes Interesse. Leider konnten
wir keinen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss erreichen. Dies war
aber auch durch allzu starke Verbindungen zwischen Stadtverwaltung
und Atomindustrie nicht wahrscheinlich. |

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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
28.11.2006
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