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Stuttgarter Zeitung vom 9. Februar 1998 Greenpeace: Kein Castor-Transport durch StuttgartEbenso wie in anderen deutschen Großstädten haben am Samstag Aktivisten von Greenpeace in der Stuttgarter City gegen weitere Castor-Transporte protestiert. Die weißen Overalls der Demonstranten erinnerten an die Sicherheitszonen von Reaktoren, auf aufgestapelten gelbe Tonnen prangte groß das Symbol für Radioaktivität. Die Mitglieder von Greenpeace Stuttgart sammelten Unterschriten. Dazu nutzten sie einen Rundbrief von Oberbürgermeister Schuster, in dem dieser die Bürger auffordert, Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität am Nesenbach einzureichen. Ein Flugblatt, daß das Schreiben in Auszügen wiedergibt, hatten die Castor-Gegner ergänzt. Somit wurde Schuster aufgefordert, sich im Gemeinderat für einen Beschluß gegen den Atomtransport duch Stuttgart stark zu machen - ganz im Sinne einer besseren Lebensqualität. Würde ein solcher Beschluß in Stuttgart und anderen Großstädten in die Tat umgesetzt, so Greenpeace-Sprecher Matthias von Herrmann, dann wäre der Schienenweg für den Castor praktisch gesperrt: "Und die Kommunen würde das entscheiden." Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen hätten gezeigt, daß die Neutronenstrahlung rund um den Castor stärker sei, als bisher angenommen. Darauf werde die Bevölkerung ebenso hingewiesen wie auf die grundsätzliche Gefährdung durch den Transport der Brennelemente. Die Greenpeace-Forderung lautet: "Laßt das Zeug in den AKW." Es sei egal, so von Hermann, ob die Brennelemente in Gorleben oder in Abklingbecken von Kraftwerken gelagert würden. Transporte der radioaktiven Fracht durch Wohngebiete hätten ein vermeidbares Risiko zur Folge. Der für März geplante nächste Transport führt durch Bad Cannstatt und Untertürkheim. lai
Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 08.08.2000 |