Castor-Transporte durch Stuttgart -
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| Hintergrund Neben dem Risiko eines GAU ist wohl das größte Problem der Atomenergie die Produktion von hochgiftigem und gefährlichem Atommüll - ein Problem, das noch für viele Jahre fortbestehen wird. Jährlich fallen ca. 450 - 500 Tonen abgebrannter Brennelemente an, die entsorgt werden müssen. Entsorgung heißt im Moment immer noch Wiederaufbereitung in den Anlagen von Sellafield (England) oder La Hague (Frankreich). Die Transporte verlagern das Problem nur, stellen aber keine Lösung dar. Im Gegenteil: Sie stellen ein erhebliches Gefahrenptential für die Bevölkerung dar. Diese Gefahr besteht auch für Stuttgart. |
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1998 gab es mehrere Transporte vom AKW Gundremmingen in Bayern
nach La Hague. Der Transportweg führte über Stuttgart - quer durchs
Stadtgebiet - und Saarbrücken in die Normandie. |
| Aktion: Gelbe Karte für OB Schuster |
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Aus diesem Grund bekam OB Schuster die gelbe Karte gezeigt! Anfang des letzten Jahres führte das Rathaus eine Bürgerbefragung durch, bei der Kritik, Anregungen und Wünsche gegenüber der Stadt geäußert werden konnten. Die - auch im Original - gelben Bögen wurden von uns mit Wunsch und Forderung ausgefüllt. Presseresonanz:
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| Aktion vor Rathaus |
![]() © Hühne |
Die über 2.500 gelben Karten, die wir ab 21.02.1998 an nur drei Samstagen gesammelt hatten, übergaben wir am 12.03.1998 mit einer Aktion am Stuttgarter Rathaus der Stadtverwaltung. Wir entrollten ein Banner mit der Aufschrift "OB Schuster: 'Umweltschutz ist Chefsache' deshalb: Stoppen Sie den CASTOR" und beklebten die Eingangstür des Rathauses mit einigen der gesammelten gelben Karten. Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung. Presseresonanz: |
| Greenpeace schreibt OB Schuster |
Am 26. Juni schrieben wir dann Herrn Oberbürgermeister Schuster einen offenen Brief. Wir forderten Ihn auf seine Haltung seine Haltung zu ändern - auch aufgrund der in den Wochen davor an die Öffentlichkeit gekommenen Kontaminations -Skandal. Presseresonanz: |
| Ergebnis | ||
| Wir haben mit dieser Kampagne eine große Öffentlichkeit erreicht. Leider konnten wir keinen Gemeinderatsbeschluss gegen CASTOR-Transporte durch Stuttgart erreichen. Dies war aber auch durch allzu starke Verbindungen zwischen der Stadtverwaltung und der Atomindustrie nicht wahrscheinlich. |