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Stuttgarter Zeitung vom 7. Juni 1999 Sauberer Strom aus der Steckdose?Tag der Umwelt am Samstag mit vielen Informationen und einer Rätselrallye durch die City Passanten testen Trinkwasser, Chemiker untersuchen die Luftqualität und Anhänger der Sonnenenergie stellen neueste Geräte vor - am Samstag hatten das Amt für Umweltschutz und zahlreiche Verbände zum Tag der Umwelt geladen. Von Ludwig Laibacher Der Wind grollte und immer wieder fiel Regen auf die Plastikplanen am Schloßplatz: Der Umwelt gehörte von 10 bis 16 Uhr die Aufmerksamkeit - und die Natur gab ihren Kommentar dazu. Die eine oder andere Stellwand fiel immer wieder krachend zu Boden, viele Veranstalter lugten skeptisch hinter ihren Ständen hervor. Aber trotz Kälte und Schauern - viele Passanten zeigten sich interessiert an dem, was die Umwelt-Aktivisten zu sagen hatten. Etwa die Stuttgarter Gruppe von Greenpeace, die eine "Aktion Stromwechsel" ankündigte. Die Liberalisierung im Bereich der Energieproduktion wollen die Umweltschützer wörtlich nehmen: "Wir werden einzelne Energiekonzerne überprüfen, ob sie auch sauberen Strom in ihr Netz lassen", sagte ein Mitarbeiter. Greenpeace zufolge verhindern die großen Monopolisten über eine unlautere Gebührenpolitik, daß Alternativ-Energie zu den Verbrauchern gelangt. Mit dem Test will die Umweltorganisation die Wege vom Kunden bis zur Stromquelle zurückverfolgen und gegebenenfalls die Bevölkerung dazu aufrufen, den Strom dort einzukaufen, wo er möglichst umweltverträglich produziert wird. Vom 1. Januar 2000 an soll die Aktion laufen. [...] Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 09.08.2000 |