Offener Brief an OB Schuster: Woher kommt der Strom in Stuttgart?Herrn Woher kommt der Strom in Stuttgart? Sehr geehrter Herr Dr. Schuster, auf die Frage "Woher kommt der Strom?" geben die meisten Stromversorger heute keine klare Antwort mehr. Ein steigender Anteil des beschafften Stroms der meisten Energieversorgungsunternehmen stammt nicht mehr aus den eigenen Anlagen, sondern wird extern eingekauft. Der nicht selbst produzierte Strom wird als "Fremdstrom" deklariert. Ob der Strom aus Kohle, Atomenergie oder erneuerbaren Energien erzeugt wurde, ist so nicht mehr nachvollziehbar. Dadurch wird die Herkunft des Stroms verschleiert. Die Verbraucher bekommen immer weniger Informationen darüber, wie umweltfreundlich oder umweltschädlich ihr Strom erzeugt wird. Um für alle Einwohner ein klares Bild über die Stromversorgung in Stuttgart zu schaffen, wenden wir uns mit den folgenden Fragen an Sie:
Herr Oberbürgermeister, bitte setzen Sie sich beim Stromversorger der Stadt Stuttgart dafür ein, dass die Herkunft des Stroms klar und vollständig offengelegt wird. Wenn die Stadt Stuttgart als Kunde Strom unbekannter Herkunft akzeptiert, riskiert sie, dass auch schmutziger Strom, z.B. aus französischen Atomkraftwerken oder aus dem Krisenreaktor im tschechischen Temelin nach Stuttgart geliefert wird. Bitte helfen Sie mit, den Verkauf von schmutzigem Strom aus unsicheren Atomkraftwerken zu verhindern. Unterstützen Sie den Einstieg in eine nachhaltige, klimaschonende und atomstromfreie Energieversorgung. Setzen Sie sich für die Versorgung aller kommunalen Einrichtungen mit sauberem Strom ein.
Julian Mattheis,
Lesen Sie dazu auch unsere Presseerklärung. Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 26.05.2002 |