Tschernobyl-Gedenken am AKW Neckarwestheim
| Hintergrund |
| Vor 18 Jahren, am 26. April 1986, gab es
in der damaligen Sowjetunion den bislang größten Unfall
der zivilen Nutzung der Atomenergie. Im Atomkraftwerk von Tschernobyl
in der Ukraine kam es in einem von vier Reaktoren zur Kernschmelze.
Der Reaktor explodierte und Radioaktivität gelangte unkontrolliert
ins Freie. Weite Teile Europas wurden durch radioaktiven Niederschlag
verseucht. In Weißrussland, aber auch in der Ukraine und in
Russland, sind tausende Menschen gestorben, zahllose schwer erkrankt.
Trotzdem versucht die internationale Atom-Industrie systematisch,
die Katastrophe von Tschernobyl und das Gedenken an die Opfer zu
verdrängen. Die Atomkraftwerke in Deutschland werden als angeblich
sicher bezeichnet, obwohl es auch bei ihnen zahlreiche Störfälle
gibt und sie gegen schwere Terroranschläge, wie am 11.
September 2001 in den USA nicht gesichert sind. Das AKW Neckarwestheim
rund dreißig Kilometer nördlich von Stuttgart ist eines
der veraltetsten in Deutschland.
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| Protest-Aktion |
| Um ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen, haben
wir am 26.04.2004 vor dem Atomkraftwerk Neckarwestheim protestiert.
Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Stuttgart hielten Banner mit der
Aufschrift: "Tschernobyl ist überall!"
Das AKW Neckarwestheim gehört zu den vier ältesten in
Deutschland und macht immer wieder durch Störfälle von
sich reden. Hinzu kommen massive Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften
und Schlamperei bei Betrieb und Wartung der Anlage.
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
14.11.2009
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