Info-Aktion beim AKW-Mitarbeiter-Lauf

Hintergrund

Das aus dem Jahr 1976 stammende Atomkraftwerk Neckarwestheim rund dreißig Kilometer nördlich von Stuttgart ist eines der ältesten in Deutschland. Obwohl das AKW nach 28 Jahren Betrieb immer wieder durch Störfälle von sich reden macht, soll es laut Wunsch des Betreibers noch weitere 19 Jahre in Betrieb bleiben. Dabei hat es in der Vergangenheit zahlreiche schwere Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften und viele Fälle von Schlamperei bei Betrieb und Wartung der Anlage gegeben.

Info-Aktion

Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen haben wir am 07.07.2004 beim AKW Neckarwestheim protestiert. Anlass war ein Fitnesslauf von Mitarbeitern des Kraftwerkbetreibers. Wir wiesen mit Bannern und Flugblättern darauf hin, dass das Atomkraftwerk keinesweigs so fit ist wie die Läufer.

Eine Restlaufzeit von weiteren 19 Jahren wäre daher für das Atomkraftwerk und seine Umgebung mit erheblichen Risisken verbunden.


© Greenpeace


Greenpeace hat in seiner Studie "Risiko Restlaufzeit" (Download siehe unten) die besonderen Sicherheitsprobleme der vier ältesten deutschen Atomkraftwerke analysiert. Neben dem AKW Neckarwestheim sind auch die AKWs Biblis A und Biblis B in Südhessen sowie das AKW Brunsbüttel an der Unterelbe berücksichtigt.

Das Ergebnis: Nur ein sofortiges Abschalten schafft wirkliche Sicherheit!


© Greenpeace



© Greenpeace

Obwohl sowohl die Mitarbeiter des Kraftwerks als auch deren Angehörige der Atomkraft eher unkritisch gegenüber stehen (schließlich verdienen sie damit ihren Lebensunterhalt), konnten wir viele Zuschauer (siehe Bild links) und Teilnehmer des Laufs (siehe Bild rechts) über die Risiken des Atomkraftwerks Neckarwestheim informieren.

Diese Protest-Aktion vor dem AKW Neckarwestheim war nicht unsere erste! So hatten wir bereits im Januar, im April 2004 bei dem Atomkraftwerk demonstriert.


© Greenpeace
Download
In der Zusammenfassung der Studie "Risiko Restlaufzeit. Probleme und Schwachstellen der vier ältesten deutschen Atomkraftwerke" (PDF-Datei, 99 kB) können Sie nachlesen, welche Sicherheitsgefahren eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten mit sich bringen würde.
In unserer umfangreichen Hintergrund-Broschüre "Atomkraft - schweres Erbe für die Zukunft" (PDF-Datei, 1.440 kB) erläutern wir, welche Bedrohungen von Strahlenrisiko, Atommüllbergen und Reaktorunfällen für die Umwelt ausgehen und wie eine ökologische Energiewende aussehen kann.
Lesen Sie in unserem Infoblatt "Atomenergie: keine Rettung für das Klima" (PDF-Datei, 190 kB), weshalb Atomkraftwerke kein Ausweg für den Klimaschutz sind und warum nur eine grundlegende Wende in der Energiepolitik dem Treibhaus-Effekt wirksam entgegensteuern kann.
Die Studie "Chance Atomausstieg. Perspektiven für neue Arbeitsplätze an Atomstandorten" (PDF-Datei, 275 kB) zeigt, dass durch die Stilllegung von Atomkraftwerken unter dem Strich mehr Arbeitsplätze geschaffen werden als verloren gehen.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 14.11.2009