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Presseerklärung vom 5. September 2005 Kein Rückfall ins Atomzeitalter!Greenpeace protestiert gegen die Atompläne der Unionsparteien Stuttgart, 05.09.2005 - Einen vier mal vier Meter großen Dinosaurier aus Schrott stellen Greenpeace-Aktivisten heute in Stuttgart an der Ecke Kronprinz-/Büchsenstraße aus Protest gegen den drohenden Rückfall ins Atomzeitalter auf. Auf einem großen Banner sammeln die Umweltschützer zwei Tage lang Unterschriften gegen die Pläne der CDU, die Laufzeiten für die alten deutschen Atomkraftwerke weiter zu verlängern. Greenpeace zeigt auf Schautafeln, welche Gefahren durch die Atomkraft drohen und wie die Wende zur Energie-Erzeugung ohne Kohle und Atom in Deutschland erreicht werden kann. "Die Dinosaurier-Technologie Atomkraft ist und bleibt unbeherrschbar", sagt Stephan Gekle, Pressesprecher der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. "Alles spricht für den schnellen Ausstieg: Berge von Atommüll, enorme Kosten, und eine wachsende Zahl von Störfallen in den alternden deutschen Atomkraftwerken." Durch die Strahlenbelastung wird das Baumaterial spröde und das Unfallrisiko steigt drastisch. Dabei muss es nicht einmal zu einer großen Explosion kommen. Allein das Austreten von radioaktivem Material hätte fatale Folgen für die Umgebung. "Wie kann eine Partei auf Plakaten mit Neugeborenen werben und gleichzeitig die Zukunft dieser Kinder durch hunderte Tonnen Atommüll belasten wollen?", fragt Gekle. Das Problem der Endlagerung des Atommülls, der über viele Jahrtausende absolut dicht von der gesamten Biosphäre abgeschirmt werden muss, ist weltweit nach wie vor ungelöst. Auch das CDU-Programm schlägt dazu nur eine weitere Erkundung des - seit bald dreißig Jahren "erkundeten" - Salzstocks in Gorleben vor. Eine im August veröffentlichte Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace belegt, dass 70 Prozent der Deutschen einen Wiedereinstieg in die Atomenergie ablehnen. Den Bau eines Atomkraftwerks in der näheren Umgebung lehnen drei Viertel aller Befragten ab, auch Anhänger von CDU/CSU und FDP sind mehrheitlich dagegen. Eine Vielzahl von ökologischen Stromanbietern beweist tagtäglich, dass eine zuverlässige Energieversorgung aus sauberen Energiequellen bereits heute möglich und bezahlbar ist. Greenpeace fordert deshalb, alle verfügbaren Ressourcen in den sofortigen Umstieg auf erneuerbare Energien zu investieren und die Atomenergie in die Liste der industriepolitischen Irrwege einzureihen.
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