Kein Artenschutz für Atom-Dinosaurier!
Greenpeace warnt vor der Bundestagswahl vor einem Rückfall
ins Atomzeitalter
| Hintergrund |
| CDU/CSU und FDP wollen den mit der Energiewirtschaft vereinbarten
Atomausstieg rückgängig machen und die Laufzeiten der
deutschen Atomkraftwerke verlängern. Diese längeren Laufzeiten
würden vor allem für die ältesten AKW gelten - also
für die Atom-Dinosaurier Neckarwestheim 1 (dreißig
Kilometer nördlich von Stuttgart), Biblis A und B (in
Südhessen) sowie Brunsbüttel (in Schleswig-Holstein).
Eine neue Greenpeace-Studie (Download siehe unten) weist nach, dass
diese vier Kraftwerke erhebliche Sicherheitsgefahren mit sich bringen.
Sie alle haben besondere bauartbedingte Mängel, sind Spitzenreiter
beim Unfallrisiko und zeigen sich für Terrorangriffe besonders
verwundbar.
|
 |
| Info-Aktion |
| Meinungsumfragen bestätigen immer wieder, dass rund zwei
Drittel der Bürger längere Laufzeiten für Atomkraftwerke
oder den Neubau von AKW ablehnen. Das zeigte auch unsere zweitägige
Info-Aktion am 05./06.09.2005 in der Stuttgarter Kronprinzstraße.
Die meisten Passanten bestätigten nämlich, dass sie
den Atomausstieg wollen und längere AKW-Laufzeiten ablehnen.
Atom-Dinosaurier, von denen wir ein Exemplar symbolisch in die Fußgängerzone
gebracht haben, brauchen keinen Artenschutz! |
 |
 
© Hermes
|
 |
| Kein Rückfall ins Atomzeitalter! |
 |
| Ergebnis |
Im Rahmen einer Rundreise des Atom-Dinosauriers durch
ganz Deutschland unterschrieben 30.000 Menschen die Greenpeace-Forderung,
dass es keinen Rückfall ins Atomzeitalter geben darf. Am 15.09.2005,
also drei Tage vor der Bundestagswahl, wollten Greenpeace-Vertreter
diese Unterschriften in der CDU-Parteizentrale in Berlin übergeben.
Die offenbar siegesgewisse Partei weigerte sich allerdings, den
Appell zehntausender Wähler entgegen zu nehmen und war auch
zu keinem Gespräch bereit.
Die Quittung kam drei Tage später: Bei der Bundestagswahl am
18.09.2005 erzielten CDU/CSU mit 35,2 Prozent eines der schlechtesten
Wahlergebnisse ihrer Geschichte. Die Unions-Parteien übernahmen
zwar mit Angela Merkel die Kanzlerschaft, mussten aber eine Große
Koalition mit der SPD eingehen, die die Fortführung des Atomausstiegs
durchsetzte.
|
 |
| Download |
 |
In der Zusammenfassung der Studie
"Risiko Restlaufzeit. Probleme und Schwachstellen der vier
ältesten deutschen Atomkraftwerke" (PDF-Datei,
99 kB) können Sie nachlesen, welche Sicherheitsgefahren
eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten mit sich bringen würde. |
 |
Lesen Sie in unserem Infoblatt "Atomenergie:
keine Rettung für das Klima" (PDF-Datei, 190 kB),
weshalb Atomkraftwerke kein Ausweg für den Klimaschutz
sind und warum nur eine grundlegende Wende in der Energiepolitik
dem Treibhaus-Effekt wirksam entgegensteuern kann. |
 |
Die Studie
"Chance Atomausstieg. Perspektiven für neue Arbeitsplätze
an Atomstandorten" (PDF-Datei, 275 kB) zeigt, dass
durch die Stilllegung von Atomkraftwerken unter dem Strich mehr
Arbeitsplätze geschaffen werden als verloren gehen. |
 |
In unserer umfangreichen Hintergrund-Broschüre "Atomkraft
- schweres Erbe für die Zukunft" (PDF-Datei, 1.440
kB) erläutern wir, welche Bedrohungen von Strahlenrisiko,
Atommüllbergen und Reaktorunfällen für die Umwelt
ausgehen und wie eine ökologische Energiewende aussehen
kann. |
 |
Die Fachleute von Greenpeace energy haben zahlreiche Stromspartipps
für Haushalt (PDF-Datei, 98 kB) und
Büro
(PDF-Datei, 96 kB) erarbeitet, mit denen Sie nicht nur eine
Menge für die Umwelt tun können, sondern auch viel
Geld sparen. |
|

Webmaster,
Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
13.11.2005
|