Greenpeace-Mahnwache zur Tschernobyl-Katastrophe

Hintergrund

Tschernobyl scheint nicht mehr aktuell zu sein. Weltweit werden zur Zeit neue Atomprojekte vorangetrieben. Gleichzeitig stehen nicht genügend Mittel für die Beseitigung der Folgen der Reaktorkatastrophe zur Verfügung. Hilfsaktionen für die betroffene Bevölkerung werden zurückgefahren oder gleich ganz eingestellt. Die Sanierungsmaßnahmen am Standort Tschernobyl schleppen sich mit jahrelangen Verzögerungen dahin.

Für über sieben Millionen Menschen ist der Atomunfall von Tschernobyl 1986 jedoch nach wie vor hochaktuell. Sie leiden jeden Tag unter den Folgen der Katastrophe. Der Unfall von Tschernobyl hat hauptsächlich Weißrussland, die Ukraine sowie Russland betroffen. Mit Abstand die schlimmsten Folgen erlitt dabei das kleine Weißrussland, auf dessen Staatsgebiet etwa 70 Prozent der gesamten in die Atmosphäre freigesetzten Radioaktivität niederging. Dort wird die als stark verstrahlt geltende Fläche in den 60 Jahren von 1986 bis 2046 nur um 58 Prozent abnehmen. Mit rund 20.000 Quadratkilometer wird sie dann immer noch so groß sein wie Sachsen-Anhalt.

Mahnwache

Die Atomlobby versucht systematisch, die Katastrophe von Tschernobyl – und damit das Andenken der Opfer – aus den Köpfen der Menschen zu verdrängen. Als Zeichen gegen das Vergessen hielt die Greenpeace-Gruppe Stuttgart in der Nacht vom 25. auf den 26. April 2005 eine Mahnwache auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Zusätzlich zur ermahnenden Schrifttafel „Nie wieder Tschernobyl!“ erhellten 1000 Kerzen die Nacht in Form des Warnzeichens „radioaktiv!“. Damit dienten sie gleichzeitig als Symbol für die drohende Gefahr, die von jedem Atomreaktor auch bei uns in Mitteleuropa ausgeht.

Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.


© Drenkhan


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Ergebnis
Die Stuttgarter Nachrichten berichteten am 27.04.2005 über unsere Mahnwache auf dem Schlossplatz und erinnerte damit selbst an die Atom-Katastrophe von Tschernobyl vor 19 Jahren.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 23.05.2005