| Tschernobyl scheint nicht mehr aktuell zu sein. Weltweit werden zur Zeit neue Atomprojekte vorangetrieben. Gleichzeitig stehen nicht genügend Mittel für die Beseitigung der Folgen der Reaktorkatastrophe zur Verfügung. Hilfsaktionen für die betroffene Bevölkerung werden zurückgefahren oder gleich ganz eingestellt. Die Sanierungsmaßnahmen am Standort Tschernobyl schleppen sich mit jahrelangen Verzögerungen dahin.
Für über sieben Millionen Menschen ist der Atomunfall
von Tschernobyl 1986 jedoch nach wie vor hochaktuell. Sie leiden
jeden Tag unter den Folgen der Katastrophe. Der Unfall von Tschernobyl
hat hauptsächlich Weißrussland, die Ukraine sowie Russland
betroffen. Mit Abstand die schlimmsten Folgen erlitt dabei das kleine
Weißrussland, auf dessen Staatsgebiet etwa 70 Prozent der
gesamten in die Atmosphäre freigesetzten Radioaktivität
niederging. Dort wird die als stark verstrahlt geltende Fläche
in den 60 Jahren von 1986 bis 2046 nur um 58 Prozent abnehmen. Mit
rund 20.000 Quadratkilometer wird sie dann immer noch so groß
sein wie Sachsen-Anhalt.
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