Greenpeace-Infostand zu 20 Jahre Tschernobyl

Hintergrund

Vor zwanzig Jahren, am 26. April 1986 um 1:23 Uhr, gab es in der damaligen Sowjetunion den bislang größten Unfall der zivilen Nutzung der Atomenergie. Im Atomkraftwerk von Tschernobyl in der Ukraine kam es in einem von vier Reaktoren zur Kernschmelze. Der Reaktor explodierte und Radioaktivität gelangte unkontrolliert ins Freie. Weite Teile Europas wurden durch radioaktiven Niederschlag verseucht.

Zahllose Pannen in deutschen Atomkraftwerken beweisen, dass auch die Reaktoren heute und hier zu Lande nicht sicher sind. Tschernobyl kann überall sein - auch bei uns!

Info-Aktion

Am 22.04.2006 informierten wir bei einer Info-Aktion in der Stuttgarter Königstraße über die Gefahren, die auch von deutschen Atomreaktoren ausgehen. Vier Tage vor dem zwanzigsten Jahrestag der Atom-Katastrophe von Tschernobyl stand die Aktion unter dem Motto "20 Jahre Warten sind genug - AKWs abschalten jetzt!"

Lesen Sie auch unser Flugblatt "Tschernobyl: Millionen Menschen leiden noch heute" (PDF-Datei, 166 kB) und unsere Presseerklärung.


© Drenkhan



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Bei unserer Aktion symbolisierte ein qualmendes Stoff-Atomkraftwerk die vielen deutschen Pannen-Kraftwerke, wie das AKW Neckarwestheim rund dreißig Kilometer nördlich von Stuttgart, das vom Strom-Konzern EnBW betrieben wird.

Dabei gibt es längst sichere Alternativen: Eine Vielzahl ökologischer Anbieter beweist, dass schon heute eine zuverlässige Strom-Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen möglich und bezahlbar ist. mehr...


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Die Atom-Lobby behauptet, Atomenergie sei wichtig für den Schutz des Klimas und für die Schaffung von Arbeitplätzen. Greenpeace hat in Untersuchungen das Gegenteil bewiesen (Download siehe unten). So sind erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung wesentlich umweltfreundlicher. Und bereits jetzt sind in der Branche der erneuerbaren Energien viermal so viele Menschen beschäftigt wie in der Atomwirtschaft.

Ergebnis
Nach unserem Informationsstand am 22.04.2006 erinnerten wir außerdem am 26.04.2006 um 1.23 Uhr, dem Zeitpunkt der Katastrophe vor 20 Jahren, mit einer Mahnwache auf dem Stuttgarter Schlossplatz an die Opfer des Reaktorunglücks von Tschernobyl. Über diese Mahnwache berichteten die Stuttgarter Nachrichten am 27.04.2006.

Download
In unserem Flugblatt "Tschernobyl: Millionen Menschen leiden noch heute" (PDF-Datei, 166 kB) können sie lesen, welche Folgen die Atom-Katastrophe für die Menschen in den betroffenen Gebieten bis heute hat.
Die Greenpeace-Studie "Gesundheitsreport - 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl" (PDF-Datei, 151 kB) erläutert, unter welchen Erkrankungen die Atom-Opfer leiden.
In unserer umfangreichen Hintergrund-Broschüre "Atomkraft - schweres Erbe für die Zukunft" (PDF-Datei, 1.440 kB) erläutern wir, welche Bedrohungen von Strahlenrisiko, Atommüllbergen und Reaktorunfällen für die Umwelt ausgehen und wie eine ökologische Energiewende aussehen kann.
Lesen Sie in unserem Infoblatt "Atomenergie: keine Rettung für das Klima" (PDF-Datei, 190 kB), weshalb Atomkraftwerke kein Ausweg für den Klimaschutz sind und warum nur eine grundlegende Wende in der Energiepolitik dem Treibhaus-Effekt wirksam entgegensteuern kann.
Die Studie "Chance Atomausstieg. Perspektiven für neue Arbeitsplätze an Atomstandorten" (PDF-Datei, 275 kB) zeigt, dass durch die Stilllegung von Atomkraftwerken unter dem Strich mehr Arbeitsplätze geschaffen werden als verloren gehen.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 25.06.2006