Presseerklärung vom 23. Dezember 2008

EnBW verschenkt die Zukunft unserer Kinder

Der Konzern verpackt Ihren gefährlichen, radioaktiv strahlenden Atommüll als "Geschenk für unsere Kinder"

Stuttgart, 23.12.2008 - Die EnBW verkauft Kinder und Eltern für dumm! Denn als der Atommüllproduzent Nr.1 in Deutschland bezeichnet dieser Konzern seinen Strom-Mix als "Geschenk für unsere Kinder". Als Nikoläuse verkleidet macht die Greenpeace-Gruppe Stuttgart mit passend umgeschriebenen Weihnachtsliedern auf diesen Missstand aufmerksam. Auf einem großen Banner haben Sie den Leitspruch der EnBW verfeinert: "EnBWs Geschenk für unsere Kinder: Strahlender Müll aus 46 Prozent Atomstrom".

Es ist verlogen, Atomstrom als Lösung für die Klimadiskussion zu bezeichnen und somit sauber zu waschen. Atommüll strahlt über zehntausende von Jahren und gefährdet dadurch eine sichere Zukunft. "Erst kürzlich hat uns der Skandal im Versuchs-Endlager Asse wieder vor Augen geführt, dass ein Endlager für Atommüll ein ständiges Problem ist und das für tausende von Jahren," sagt Stefan Klinkert, Energie-Experte der Greenpeace-Gruppe Stuttgart.

Mit 46,5 Prozent Atomstrom im Strom-Mix setzt die EnBW wie kein anderer deutscher Stromanbieter auf diese veraltete und überholte Technologie. Durch den dadurch entstehenden Atommüll wird die Zukunft unserer Kinder verstrahlt. Greenpeace fordert den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomenergie. Wir brauchen eine Energie-Wende und setzten auf Energie-Effizienz und Erneuerbare Energien.

Die aktuelle Klimasituation fordert ein sofortiges Handeln: Wir brauchen einen Ausstieg aus der Energieversorgung mit atomaren und fossilen Energieträgern. Dass dies möglich ist, zeigt Greenpeace in der Studie "Plan B". Jeder einzelne kann hierbei einen Beitrag leisten, indem er sich für einen Stromanbieter entscheidet, der sein Geld in die Entwicklung erneuerbarer Energien steckt und nicht in Kohle- und Atomkraftwerke.



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 21.02.2009