Clean Graffiti-Aktion vor EnBW-Geschäftsstelle
| Hintergrund |
| Der vom Energiekonzern "Energie Baden-Württemberg"
(EnBW) produzierte Strom stammt zu 46,5 Prozent aus Atomkraftwerken.
Der Konzern setzt damit wie kein anderer deutscher Stromanbieter
auf diese veraltete und gefährliche Technologie. Das problematischste
Beispiel der EnBW-Kraftwerke ist das Atomkraftwerk Neckarwestheim
rund dreißig Kilometer nördlich von Stuttgart. Der
aus dem Jahr 1976 stammende Block I des AKWs gehört zu den
ältesten Atomkraftwerken in Deutschland - und zu jenen mit
den meisten meldepflichtigen Ereignissen.
Der EnBW-Konzern wirbt mit dem Slogan "Energie ist Verantwortung".
Wenn der Konzern aber eine wirklich verantwortungsvolle Unternehmenspolitik
verfolgen würde, dann würde er nicht auf Kraftwerke setzen,
die nicht sicher sind. Hinzu kommt, dass die Endlagerung des ständig
neu produzierten Atommülls weiter ungeklärt ist.
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| Protest-Aktion |
| Deshalb haben wir am 22.08.2009 vor der EnBW-Geschäftsstelle
gegenüber des Stuttgarter Hauptbahnhofs gegen die doppelzüngige
Unternehmenspolitik der EnBW protestiert.
Doch zur Vorbereitung dieser Protest-Aktion waren wir schon
am Vorabend des 21.08.2009 an der EnBW-Geschäftsstelle zugange.
Dort geschahen an der Hausfassade neben dem Eingang zur Geschäftsstelle
merkwürdige Dinge - also hier zunächst ein Rückblick
auf den Abend vor der Aktion:
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© Gebhard
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| Clean Graffiti am Vorabend |
| Am Abend des 21.08.2009 errichteten wir ein Gerüst
neben dem Eingang zur EnBW-Geschäftsstelle (siehe Bild
unten links) und machten uns versteckt hinter einer Plane an der
Hausfassade zu schaffen (siehe Bild unten Mitte). Nach getaner Arbeit
war dort der Schriftzug "Atomkraftwerk Neckarwestheim abschalten!"
zu lesen (siehe Bild unten links) - und wir bauten das Gerüst
wieder ab.
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| Selbstverständlich haben wir die Fassade
nicht bemalt oder beschädigt, sondern bloß an bestimmten
Stellen gereinigt - und an diesen jetzt helleren Stellen ist
dann der Schriftzug zu lesen. Diese Aktionsform nennt man "Clean
Graffiti" - und weil Putzen keine Sachbeschädigung
ist, ist es auch nicht strafbar! |
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| Protest-Aktion am nächsten Tag |
| Nach dieser Vorbereitung haben wir dann am nächsten
Tag, den 22.08.2009, unseren Protest vor der EnBW-Geschäftsstelle
fortgesetzt. Wir baten Passanten, ihren Protest gegen die doppelzüngige
Unternehmenspolitik des Energie-Konzerns und das Atomkraftwerk Neckarwestheim
auf kleine Zettel zu schreiben.
Diese Zettel taten wir in symbolische kleine Atommüll-Fässer,
um die ungeklärte Endlagerung des Atommülls zu veranschaulichen. |
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© Gebhard
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
17.12.2009
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