Umwelt Mit den für die Umweltorganisation
üblichen Schockeffekten hat Greenpeace Stuttgart am Samstagmittag
das Thema Atommüll zur Haupteinkaufszeit ins Bewusstsein der
Öffentlichkeit gerückt. Rund 30 mit "Schutzanzügen"
bekleidete Mitglieder der Greenpeace Jugend rollten gelbe Fässer
mit dem Warnsymbol für Radioaktivität über die Königstraße.
Auf einem Banner war ein Atomkraftwerk mit Gräberfeld zu sehen,
den passenden Sarg hatten die Aktivisten ebenfalls mitgebracht.
"Asse muss geräumt werden und Gorleben ist als Endlager
ebenfalls nicht haltbar", sagte Tahir Karaca, ein Koordinator
von Greenpeace Stuttgart. "Deshalb sind wir jetzt auf der Suche
nach einem Endlager in Stuttgart." Mit der inszenierten Aktion
protestierten die Aktivisten für einen schnellstmöglichen
Ausstieg aus der Atomkraft. Karaca sagte, dass aus der Sicht von
Greenpeace die schwarz-gelbe Koalition versuche, das Thema Endlager
weitgehend aus der öffentlichen Diskussion herauszuhalten,
um längere Laufzeiten für die Betreiber von Atomkraftwerken
nicht zu gefährden. Am Stand von Greenpeace kam es an diesem
Samstag zu kontroversen Debatten. "Wir im Süden produzieren
zwar den meisten Atommüll", argumentierte Tahir Karaca,
"aber wir bringen ihn gern nach Gorleben weg." (era)
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