Stuttgarter Zeitung vom 21. Juni 2010


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Greenpeace auf der Suche nach einem Endlager auf der Königstraße

Umwelt Mit den für die Umweltorganisation üblichen Schockeffekten hat Greenpeace Stuttgart am Samstagmittag das Thema Atommüll zur Haupteinkaufszeit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Rund 30 mit "Schutzanzügen" bekleidete Mitglieder der Greenpeace Jugend rollten gelbe Fässer mit dem Warnsymbol für Radioaktivität über die Königstraße. Auf einem Banner war ein Atomkraftwerk mit Gräberfeld zu sehen, den passenden Sarg hatten die Aktivisten ebenfalls mitgebracht. "Asse muss geräumt werden und Gorleben ist als Endlager ebenfalls nicht haltbar", sagte Tahir Karaca, ein Koordinator von Greenpeace Stuttgart. "Deshalb sind wir jetzt auf der Suche nach einem Endlager in Stuttgart." Mit der inszenierten Aktion protestierten die Aktivisten für einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomkraft. Karaca sagte, dass aus der Sicht von Greenpeace die schwarz-gelbe Koalition versuche, das Thema Endlager weitgehend aus der öffentlichen Diskussion herauszuhalten, um längere Laufzeiten für die Betreiber von Atomkraftwerken nicht zu gefährden. Am Stand von Greenpeace kam es an diesem Samstag zu kontroversen Debatten. "Wir im Süden produzieren zwar den meisten Atommüll", argumentierte Tahir Karaca, "aber wir bringen ihn gern nach Gorleben weg." (era)



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 12.07.2010