Protest-Aktion vor EnBW-Geschäftstelle

Hintergrund

Der vom Energiekonzern "Energie Baden-Württemberg" (EnBW) produzierte Strom stammt zu 46,5 Prozent aus Atomkraftwerken. Der Konzern setzt damit wie kein anderer deutscher Stromanbieter auf diese veraltete und gefährliche Technologie. Das problematischste Beispiel der EnBW-Kraftwerke ist das Atomkraftwerk Neckarwestheim rund dreißig Kilometer nördlich von Stuttgart. Der aus dem Jahr 1976 stammende Block I des AKWs gehört zu den ältesten Atomkraftwerken in Deutschland - und zu jenen mit den meisten meldepflichtigen Ereignissen.
Laut dem Atomkonsens zwischen der früheren rot-grünen Bundesregierung und der Atomindustrie sollte das Kraftwerk bereits Ende 2008 vom Netz gehen. Durch eine künstliche Drosselung der Stromproduktion verzögert sich dies jedoch voraussichtlich bis Herbst 2010. Die EnBW hält den Reaktor in der Hoffnung künstlich am Netz, dass die neue schwarz-gelbe Bundesregierung bis dahin den Atomausstieg rückgängig macht.

Protest-Aktion

Aus diesem Grund haben wir am 13.03.2010 erneut vor der Geschäftsstelle der EnBW gegenüber des Stuttgarter Hauptbahnhofs gegen die Unternehmenspolitik der EnBW protestiert.

Drei Wochen vor Ostern konnten Passanten mit ihrer Unterschrift auf Aktionspostkarten ihre Osterwünsche an die EnBW mitteilen - zum Beispiel das AKW Neckarwestheim I abzuschalten. Diese Postkarten wurden dann in den Briefkasten der EnBW gesteckt.


© Fischer



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Die EnBW wirbt mit dem Slogan "Energie ist Verantwortung". Wenn der Konzern aber wirklich eine verantwortungsvolle Energiepolitik hätte, dann würde er nicht am maroden AKW Neckarwestheim I festhalten.

Wir griffen den EnBW-Slogan mit einem Banner auf. Dort war der Schriftzug zu lesen: "Energie ist Verantwortung! Deshalb: Neckarwestheim abschalten!"


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Greenpeace-Studie

Greenpeace hat in einer Studie für ein nationales Energiekonzept bis 2020 (Download siehe unten) gezeigt, wie sich eine sichere Energieversorgung und erfolgreicher Klimaschutz mit erneuerbaren Energiequellen verwirklichen lassen. Diese Studie stieß bei Passanten auf großes Interesse - ebenso wie anderes Informationsmaterial, in dem wir über die Herkunft des EnBW-Stroms und die Gefahren der Atomenergie informierten.

Unsere Protest-Aktion vor der Geschäftsstelle der EnBW in Stuttgart war nicht die erste! So hatten wir dort bereits im Mai und im August 2009 gegen die Atompolitik des Energie-Konzerns demonstriert.


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Download
Die Greenpeace-Studie: "Klimaschutz: Plan B. Nationales Energiekonzept bis 2020" (PDF-Datei, 1.090 kB) zeigt, wie sich Klimaschutz mit alternativen Energien verwiklichen lässt.
In unserem Infoblatt "Atomenergie: keine Rettung für das Klima" (PDF-Datei, 190 kB) widerlegen wir das Argument, dass Atomkraftwerke einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten.
Lesen Sie zu den langfristigen Problemen durch die ungeklärte Endlagerung des Atommülls unsere Hintergrund-Broschüre "Atomkraft - schweres Erbe für die Zukunft", (PDF-Datei, 1.440 kB).


Webmaster, Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung: 14.04.2010