Protest beim Landtag gegen AKW Neckarwestheim

Hintergrund

Das aus dem Jahr 1976 stammende Atomkraftwerk Neckarwestheim I des Stromkonzerns EnBW rund dreißig Kilometer nördlich von Stuttgart gehört zu den ältesten deutschen Kernkraftwerken in Deutschland - und zu jenen mit den meisten meldepflichtigen Ereignissen. Laut dem Atomkonsens zwischen der früheren rot-grünen Bundesregierung und der Atomindustrie sollte das Kraftwerk bereits Ende 2008 vom Netz gehen. Durch eine künstliche Drosselung der Stromproduktion verzögert sich dies jedoch voraussichtlich bis Herbst 2010.
Durch die Drosselung von Neckarwestheim I auf rund ein Drittel seiner eigentlichen Leistungsfähigkeit hält die EnBW den Reaktor in der Hoffnung künstlich am Netz, dass die neue schwarz-gelbe Bundesregierung bis dahin den Atomausstieg rückgängig macht. Auch der neue baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) will, dass die Laufzeit von Neckarwestheim I verlängert wird.

Protest-Aktion

Am 10.03.2010 gab Mappus vor dem Landtag in Stuttgart seine erste Regierungserklärung ab, in der er sich auch für längere Laufzeiten von Atomkraftwerken aussprach. Greenpeace-Aktivisten protestierten im Oberen Schlossgarten am Rand der Bannmeile vor den Landtag gegen die Atompolitik von Mappus.

Auf einem Banner war zu lesen: "Herr Mappus, Neckarwestheim abschalten!" Lesen Sie hierzu auch auch Presseerklärung.


© Martin Storz/ Graffiti/ Greenpeace



© Martin Storz/ Graffiti/ Greenpeace

Außerdem hatten wir symbolisch mehrere gelbe Atommüll-Fässer beim Landtag aufgestellt, um auf das ungelöste Probleme der Endlagerung aufmerksam zu machen. Je länger die Atomkraftwerke laufen, um so mehr gefährlicher Müll wird produziert.

Unsere Aktion stieß auf großes Interesse von Passanten, wie einer ganzen Schlulklasse (siehe Foto links), und der Medien (siehe Foto rechts).


© Martin Storz/ Graffiti/ Greenpeace
Download
Die Greenpeace-Studie: "Klimaschutz: Plan B. Nationales Energiekonzept bis 2020" (PDF-Datei, 1.090 kB) zeigt, wie sich Klimaschutz mit alternativen Energien verwiklichen lässt.
In unserem Infoblatt "Atomenergie: keine Rettung für das Klima" (PDF-Datei, 190 kB) widerlegen wir das Argument, dass Atomkraftwerke einen Beitrag gegen den Klimawandel leisten.
Lesen Sie zu den langfristigen Problemen durch die ungeklärte Endlagerung des Atommülls unsere Hintergrund-Broschüre "Atomkraft - schweres Erbe für die Zukunft", (PDF-Datei, 1.440 kB).


Webmaster, Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung: 11.04.2010