60.000 bei Menschenkette gegen AKW Neckarwestheim
| Hintergrund |
| BUND, Campact und andere Organisationen hatten für
den 12.03.2011 zu einer mehr als 45 Kilometer langen Menschenkette
gegen Atomkraft aufgerufen. Die Anti-Atom-Kette verband das
Atomkraftwerk Neckarwestheim und die Staatskanzlei der baden-württembergischen
Landesregierung in Stuttgart miteinander. An der Menschenkette nahmen
etwa 60.000 Menschen aus ganz Deutschland teil - rund dreimal
so viele, wie für eine lückelose Kette benötigt worden
wären.
Die Menschen trieb nicht nur die atomfreundliche Politik der
schwarz-gelben Bundesregierung auf die Straße, die den
bereits vereinbarten Atomausstieg rückgängig gemacht hatte.
Sie protestierten auch gegen erhebliche Sicherheitsmängel
des aus dem Jahr 1976 stammenden Alt-Reaktors Neckarwestheim
I, für den das baden-württembergische Umweltministerium
dringend notwendige Sicherheitsnachrüstungen ohne triftigen
Grund verschleppt hat. Diese Sorgen der Demonstranten wurden noch
durch die Explosion und Kernschmelze im japanischen Atomkraftwerk
Fukushima angeheizt, die sich dort nach einem Erdbeben und einem
Tsunami ereignet hatten.
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| Protest-Aktion |
| Auch Greenpeace-Aktivisten aus Stuttgart und
anderen Teilen Deutschlands nahmen am 12.03.2011 an der Menschenkette
vom AKW Neckarwestheim zur Staatskanzlei in Stuttgart teil.
Wir reihten uns in unseren grünen Greenpeace-Jacken und -Westen
in die Anti-Atom-Kette ein, wobei wir in der Nähe des Atomkraftwerks
einen besonderen Greenpeace-Streckenabschnitt bildeten. Auf unseren
Bannern und Schildern war unter anderem die Aufschrift zu lesen
"Atomkraft schadet Baden-Württemberg!" |
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© Martin
Storz /graffiti/ Greenpeace
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| Sicherheitsmängel im AKW Neckarwestheim |
| Die EnBW hat deshalb 2007 beim baden-württembergischen
Umweltministerium dringend notwendige Sicherheitsnachrüstungen
beantragt - die Bearbeitung dieser Anträge wurde aber vom Ministerium
bisher ohne triftigen Grund verschleppt.
Greenpeace hat bereits mehrfach am AKW Neckarwestheim protestiert!
So demonstrierte Greenpeace bereits im Januar,
im April und im Juli
2004 sowie im November 2009
am Atomkraftwerk. Und erst im Februar
2011 hatten Greenpeace-Kletterer vorübergehend den Kühlturm
des AKW besetzt, um auf Sicherheitsmängel aufmerksam zu machen.
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© Martin
Storz /graffiti/ Greenpeace
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| Ergebnis |
Der Massenprotest gegen das AKW Neckarwestheim im
besonderen und gegen die Atomkraft im allgemeinen war ein voller
Erfolg! An der Menschenkette nahmen etwa 60.000 Menschen aus
ganz Deutschland teil - rund dreimal so viele, wie für
eine lückelose Kette benötigt worden wären. Die Diskussion
über die Sicherheit von Atomanlagen ist (auch durch die Explosion
und Kernschmelze im japanischen Atomkraftwerk Fukushima) wieder
in vollem Gange. Zahlreiche Medien in ganz Deutschland berichteten
über die spektakuläre Aktion.
Nur drei Tage nach der Menschenkette beschließt die schwarz-gelbe
Bundesregierung wegen der Atomkatastrophe in Japan und der Massenproteste
in Deutschland, die ältesten deutschen Atomkraftwerke für
drei Monate vorübergehend vom Netz zu nehmen. Der Energie-Konzern
EnBW kündigte daraufhin in einer Stellungnahme
an, das AKW Neckarwestheim I endgültig stillzulegen.
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| Download und Links |
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Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung:
19.03.2011
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