 
Käfighaltung
für "Dieselschweine": Greenpeace hat gestern vor dem
Stuttgarter Landtag Fahrverbote für alle Dieselfahrzeuge ohne
Rußfilter gefordert.
Foto: Weise/factum |
 |
Mit einem "Schweinemobil" haben Umweltaktivisten
von Greenpeace gestern vor dem Landtag gegen die hohen Feinstaubwerte
in der Landeshauptstadt protestiert. "Es müssen sofort
Maßnahmen ergriffen werden, um die Belastung der Bürger
zu verringern", betonte Günter Hubmann, Verkehrsexperte
bei Greenpeace. Feinstaub mache nicht nur krank, sondern töte
Menschen. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
verkürzten die feinen Partikel allein in Deutschland jährlich
das Leben von 75.000 Bürgern.
Nach Angaben der Umweltorganisation verursachen vor allem Dieselfahrzeuge
dieses Umweltproblem. Deshalb müsse rasch für Diesel ohne
Rußfilter ein Fahrverbot erlassen werden. Vor allem bei neueren
Motoren seien die Partikel sehr klein und deswegen extrem gefährlich.
Aus Protest gegen die "Stinker" zeigte Greenpeace vor
dem Landtag das "Schweinemobil" mit großen Ohren
und riesiger Nase. Die Messung der aktuellen Feinstaubbelastung
vor dem Landtag war nicht möglich, weil die Umweltschützer
von Polizei und Ordnungsamt aufgefordert wurden, die Bannmeile umgehend
zu verlassen. Dennoch habe man eine an Ministerpräsident Günther
Oetinger gerichtete Petition übergeben, in der dieser auf seine
Verantwortung für die Gesundheit der Bürger hingewiesen
werde, erklärte der Greenpeace-Sprecher Patric Salize. "Wir
fordern Sie auf, jetzt sofort die notwendigen und wirksamen Maßnahmen
durchzusetzen, die weitere Überschreitungen des Grenzwerts
ausschließen", heißt es in der Petition. "Wir
erwarten darauf natürlich eine Antwort", so Salize. wos
|