Greenpeace übergibt Petition gegen Feinstaub

Hintergrund

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben in jedem Jahr in Deutschland rund 75.000 Menschen vorzeitig an den Belastungen durch Feinstaub. Diese winzigen Staubteilchen in der Atemluft werden über die Lungenbläschen aufgenommen und wirken hoch krebserregend. In Großstädten wird mehr als die Hälfte des Feinstaubs durch Dieselfahrzeuge verurusacht (Dieselruß).
Durch wirksame Filter lassen sich bis zu 99 Prozent der lebensgefährlichen Dieselruß-Partikel herausfiltern. Greenpeace fordert deshalb, dass alle Dieselfahrzeuge so schnell wie möglich mit so genannten geschlossenen Filtersystemen nachgerüstet werden müssen.

Protest-Aktion

Um dem Nachdruck zu geben, protestierten am 17.02.2006 Greenpeace-Aktivisten vor dem baden-württembergischen Landtag in Stuttgart. Mit dabei war ein VW-Lupo-Diesel, der mit rosa Lack, riesiger Schnauze und großen Ohren wie ein "Dieselschwein" aussah. Das Auto war symbolisch in einen Käfig gesperrt, verbunden mit der Forderung nach einem "Fahrverbot für Dieselschweine".

Wenn alle alten und neuen Dieselfahrzeuge mit wirksamen geschlossenen Filtersystemen ausgestatten würden, ließe sich der Feinstaubgehalt in den Großstädten um ein Viertel verringern.
Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Feinstaub - Dieselruß macht Krebs" (PDF-Datei, 286 kB) und die Presseerklärung von Greenpeace Deutschland.


© Greenpeace


Nach der Protest-Aktion übergaben Greenpeace-Mitglieder im Landtag eine Petition an Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Günther Oettinger. Er wird darin aufgefordert, über den Bundesrat sofort Maßnahmen gegen die tödliche Feinstaub-Belastung zu ergreifen.

Greenpeace fordert...
...die Nachrüstung von älteren Diesel-Fahrzeugen mit 1.000 Euro steuerlich zu unterstützen.
...ausschließlich hochwirksame geschlossene Filtersysteme und keine Billigfilter zu fördern.
...die Nachrüstung aller Diesel-Fahrzeuge innerhalb von drei Jahren zur Pflicht zu machen.

Ergebnis
Über unsere Protest-Aktion und die Übergabe der Petition an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger wurde in den Stuttgarter Nachrichten und in der Stuttgarter Zeitung ausführlich und mit Bild berichtet.

Download
Unser Flugblatt "Feinstaub - Dieselruß macht Krebs" (PDF-Datei, 286 kB) informiert über die Ursachen und Folgen von Feinstaub sowie über die Forderungen von Greenpeace.
In unserem Infoblatt "Dieselruß und Gesundheit" (PDF-Datei, 16 kB) können Sie die Zusammenhänge von Dieselruß und Gesundheitsschäden beim Menschen erfahreen.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 28.02.2006