Presseerklärung vom 24. November 2007

Weniger CO2 - Klimaschutz jetzt

Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart protestiert heute gegen den Neubau klimaschädlicher Kohlekraftwerke

Stuttgart, 24.11.2007 - Am Samstag, den 24. November 2007 informiert die Greenpeace-Gruppe Stuttgart von 11 bis 16 Uhr auf der unteren Königstraße über die Auswirkungen der 25 geplanten Kohlekraftwerke auf das Klima. Dazu symbolisieren die Umweltschützer das unsichtbare Kohlendioxid (CO2) durch einen Berg von schwarzen Müllsäcken, auf denen steht: "Der gefährlichste Müll ist der, den wir nicht sehen." Die Passanten können sich darüber informieren, was jeder einzelne zum Klimaschutz beitragen kann.
"Wie von den Klimaexperten vorhergesagt, haben in Bangladesh schwere Unwetter gewütet – dort wo die Menschen fast nichts zum Klimawandel beigetragen haben. Sie mussten mit der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen bezahlen, was in den Industrieländern durch große Autos, ungedämmte Häuser und Stromproduktion mit fossilen Energieträgern statt erneuerbaren Energien verursacht wurde. Ich finde das extrem ungerecht." sagt Gabi Lehr von der Greenpeace-Gruppe Stuttgart.
Mit dem Bau der 25 Kohlekraftwerke können die Klimaschutzziele der Bundesregierung nicht erreicht werden. Statt die Fixierung auf fossile Brennstoffe für 40 bis 50 Jahre zu zementieren, sollte die Chance genutzt werden, auf die Stromproduktion durch erneuerbare Energien umzustellen. Und zwar mit kleinen dezentralen Kraftwerken, bei denen mit Kraft-Wärme-Kopplung die Abwärme sinnvoll genutzt werden kann und damit der Wirkungsgrad auf über 90 Prozent gesteigert werden kann.
Die Industrie spricht bewusst falsch von CO2-freien Kraftwerken. Aber erstens wird diese Technik mit großer Wahrscheinlichkeit bis 2020 nicht im kommerziellen Maßstab zur Verfügung stehen. Zweitens wird der Wirkungsgrad der neuen Kohlekraftwerke dadurch auf den der alten verschlechtert. Außerdem würden wir den künftigen Generationen dadurch einen Berg von gefährlichem Müll hinterlassen, der ständig auf Leckagen untersucht werden muss. Deutlich intelligenter ist es, dieses klimaschädliche Gas erst gar nicht herzustellen, sondern auf Effizienz zu setzen, erneuerbare Energien zu verwenden und alle technisch möglichen Einsparpotentiale zu nutzen.



Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 24.11.2007