Greenpeace macht unsichtbaren Müll sichtbar

Hintergrund

Die Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl oder Kohle hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einem messbaren Anstieg des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre geführt. Die Folge: Die Durchschnittstemperaturen steigen weltweit. Neben dem Verkehr ist die Energieerzeugung einer der Hauptproduzenten von Kohlendioxid.
Trotzdem sind in Deutschland zurzeit mehr als zwanzig neue Kohlekraftwerke im Bau oder in Planung. Greenpeace hatte daher für den 24.11.2007 zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen, an dem insgesamt 34 Greenpeace-Gruppen in ganz Deutschland die Bevölkerung über den klimaschädlichen Neubau von Kohlekraftwerken informierten.

Info-Stand

Auch wir Stuttgarter machten an diesem Tag in der Königstraße einen Infostand. Auf einem Banner fassten wir unsere Kernforderung zusammen: "Keine neuen Kohlekraftwerke! Klimaschutz geht anders!" Interessierten Passanten erläuterten wir klimafreundliche Alternativen zum Bau von Kohlekraftwerken.

Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung und unser Flugblatt "Wie der Neubau von Kohlekraftwerken das Klima zerstört" (PDF-Datei, 164 kB) .


© Hermes



© Hermes

Wo in Deutschland zurzeit überall neue Kohlekraftwerke im Bau oder in der Planung sind, können Sie in dieser Liste (Stand: November 2007, PDF-Datei, 108 kB) nachlesen.

Unsere Aktion stieß auch bei den Medien auf Resonanz - so zeigte ein Kamera-Reporter des regionalen Fernsehsenders R.TV besonderes Interesse an unseren Säcken mit dem unsichtbaren Müll Kohlendioxid (siehe Foto links).


© Hermes
Der gefährlichste Müll ist der, den wir nicht sehen!

Die schwarzen Müllsäcke symbolisieren den Müll, den wir nicht sehen und der unser Klima vergiftet. Sie symbolisierten bei unserer Aktion und auf Plakaten (siehe rechts und unten) den unsichtbaren Kohlendioxid-Müll, den Energieerzeugung und Verkehr verursachen.

Die schwarzen Müllsäcke trugen die Aufschrift:
"Der gefährlichste Müll ist der, den wir nicht sehen.
Reduzieren Sie den CO2-Ausstoß. Schützen Sie unser Klima."

Greenpeace fordert:
Auf den Bau besonders klimaschädlicher Braunkohlekraftwerke muss völlig verzichtet werden.
Die Pläne für neue Kohlekraftwerke sind völlig überdimensioniert und müssen deutlich verkleinert werden.
Sofern neue Kraftwerke notwendig sind, dürfen nur hocheffiziente Anlagen mit GuD-Technik und Kraft-Wärme-Kopplung gebaut werden.
Die Bundesregierung muss sich ohne Einschränkung verpflichten, den Ausstoß aller Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern.


CO2-Ausstoß in der Stadt
© P.A. Ruh / Greenpeace


CO2-Ausstoß im Flugverkehr
© P.A. Ruh / Greenpeace

Ergebnis

Der regionale Fernsehsender R.TV dokumentierte unsere Aktion und berichtete noch am selben Tag in einem ausführlichen Bildbericht darüber.
Der Widerstand gegen klimaschädliche Kohlekraftwerke zeigt erste Erfolge: Am 25.11.2007, einen Tag nach dem bundesweiten Greenpeace-Aktionstag, verhinderten die Einwohner von Ensdorf im Saarland den Bau eines neuen Kohlekraftwerks in ihrer Gemeinde. Sie sprachen sich in einer Bürgerbefragung mit 70 Prozent gegen das klimaschädliche Kraftwerk aus.


CO2-Ausstoß im Straßenverkehr
© P.A. Ruh / Greenpeace

Download
Im Flugblatt "Wie der Neubau von Kohlekraftwerken das Klima zerstört" (PDF-Datei, 164 kB) erläutern wir auch klimafreundliche Alternativen zum Bau von Kohlekraftwerken.
Wo in Deutschland neue Kohlekraftwerke im Bau oder in der Planung sind, können Sie in dieser Liste (Stand: November 2007, PDF-Datei, 108 kB) nachlesen.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 04.12.2007