Stuttgart (dpa) - Mit Humor hat der Sportwagenbauer
Porsche auf eine Demonstration der Umweltorganisation Greenpeace
vor dem Werktor reagiert.
Der Autokonzern empfing die überraschten Greenpeace-Demonstranten
vor dem Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen mit einem großen
Plakat, auf dem stand: "Geschafft! Greenpeace demonstriert
bei Porsche. Jetzt sind wir wer!" Dies sei die erste Greenpeace-Demonstration
in der fast 60-jährigen Geschichte von Porsche gewesen. Die
Umweltschützer setzten bei Porsche ihre Demonstrationen bei
deutschen Autoherstellern fort. Sie bauten einen Geländewagen
Porsche Cayenne zu einem großen "Klimaschwein" um
und warfen dem Autokonzern mit einem Durchschnittsausstoß
von 297 Gramm Kohlendioxid (CO2) je Kilometer eine besonders umweltschädigende
Modellpalette vor. Außerdem könne ein Cayenne bis zu
2,4 Tonnen wiegen. "Auch die deutschen Hersteller müssen
akzeptieren, dass die Autos in Zukunft wieder leichter werden müssen."
Porsche betonte, dass lediglich zwölf Prozent der CO2-Emissionen
in Deutschland vom Pkw-Verkehr stammten. Der Anteil von Porsche
liege unter einem Promille. Außerdem werde Porsche zum Ende
des Jahrzehnts eine Hybrid-Version des Cayenne auf den Markt bringen,
die unter neun Liter auf 100 Kilometer und damit 25 Prozent weniger
Benzin verbrauche. |