Protest gegen "Klimaschweine" bei Daimler

Hintergrund

Die Unternehmen der europäischen Automobil-Industrie haben sich 1998 darauf verständigt, dass Neuwagen bis Ende 2008 im Durchschnitt nur noch etwa 140 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen dürfen. Von den 251 Mercedes-Benz-Modellen des Daimler-Konzerns bleiben derzeit nur zwei unter diesem Grenzwert. Laut Kraftfahrtbundesamt lag der CO2-Ausstoß der Mercedes-Modelle 2007 im Durchschnitt bei 184 Gramm CO2 pro Kilometer. Besonders schlecht abgeschnitten hat dabei die M-Klasse, die Luxus-Geländewagen von Mercedes. Die Modelle wiegen bis zu 2,3 Tonnen und stoßen rund 300 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Info-Aktion

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, haben wir am 26.08.2008 vor der Mercedes-Niederlassung in Stuttgart-Bad Cannstatt gegen die "Klimaschweine" von Daimler protestiert.

Aktivisten verwandelten einen gemieteten Luxus-Geländewagen der M-Klasse mit rosa Farbe in ein "Klimaschwein". Dem Auto wurden auch rosa Schweineohren, eine rosa Schweinenase und ein Ringelschwänzchen angelegt. Auf einem Banner war unsere Forderung zu lesen "Mercedes-Benz: Abspecken fürs Klima!".


© Röttgers / Graffiti / Greenpeace

Mercedes-M-Klasse als Klimaschwein

Den so als "Klimaschwein" gekennzeichneten Mercedes-Geländewagen zeigten wir später auch noch auf dem Stuttgarter Schlossplatz.

Viele Passanten in Stuttgart unterstützten die Forderung von Greenpeace, Daimler soll kleinere, leichtere und dadurch auch spritsparendere Fahrzeuge bauen. Ein Luxus-Fahrzeug darf sich in Zeiten des Klimawandels nicht länger über große Masse und hohe Motorleistung definieren.


© Röttgers / Graffiti / Greenpeace

Ergebnis
Über unsere Aktion vor der Mercedes Niederlassung in Bad Cannstatt berichteten unter anderem die Deutsche Presseagentur und die Stuttgarter Nachrichten über den Protest.
Download
In unserem Infoblatt "Mercedes-Benz und der Klimaschutz" (PDF-Datei, 221 kB) erklären wir, woran es bei Mercedes-Fahrzeugen beim Klimaschutz hapert.
Den Zusammenhang zwischen Automobilverkehr und Klimawandel können Sie in unserem kurzen Infoblatt "Wie die Autoindustrie den Treibhauseffekt anheizt" (PDF-Datei, 277 kB) nachlesen.
Informationen über das klimafreundliche Automobil-Konzept von Greenpeace finden Sie in unserer Broschüre "Das SmILE-Prinzip - Der Spitzentrumpf für's Klima" (PDF-Datei, 295 kB).


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 18.02.2009