Protest gegen Spritschlucker bei Mercedes-Benz

Hintergrund

Die Unternehmen der europäischen Automobil-Industrie haben sich 1998 darauf verständigt, dass Neuwagen bis Ende 2008 im Durchschnitt nur noch etwa 140 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen dürfen. Der CO2-Ausstoß der Mercedes-Modelle liegt aktuell im Durchschnitt bei 188 Gramm CO2 pro Kilometer. Besonders schlecht schneiden dabei die Luxus-Geländewagen der M-Klasse von Mercedes ab. Die Modelle wiegen rund 2,3 Tonnen und stoßen bis zu 400 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Protest-Aktion

Um an diesen Missstand zu erinnern, haben wir am 14.03.2009 vor der Mercedes-Niederlassung in der Heilbronner Straße in Stuttgart protestiert. Wir beklebten eine Scheibe des Autohauses mit dem Abziehbild eines rosa "Klimaschweins" und dem Schriftzug "Spritschlucker haben keine Zukunft!".

Lesen Sie auch unsere Presseerklärung und unser Infoblatt "Wie die Autoindustrie den Treibhauseffekt anheizt" (PDF-Datei, 277 kB).


© Gebhard



© Gebhard

Bereits im August 2008 und im Januar 2009 hatten wir vor einer Niederlassung in Stuttgart-Bad Cannstatt protestiert.

Greenpeace fordert, dass Mercedes Spritverbrauch und Klimabelastung durch folgende Maßnahmen reduziert:
Schrittweise Verringerung der Fahrzeuggewichte.
Einbau aller verfügbaren Spritspartechniken.
Sofortiger Verzicht auf die zwei höchsten Motorisierungen.


© Gebhard
Bundesweite Kampagne

Unsere Aktion in Stuttgart war Teil einer bundesweiten Kampagne, bei der Greenpeace-Aktivisten in insgesamt 37 Städten gegen die "Klimaschweine" von Mercedes-Benz protestierten. Dabei wurden auf Abziehbildern und Plakaten verschiedene Botschaften an den Autohersteller gerichtet.

Alle Botschaften zusammen ergeben eine Gesamtforderung, die auf der Homepage von Greenpeace Deutschland gezeigt wird.


© Gebhard

Download
In unserem Infoblatt "Mercedes-Benz und der Klimaschutz" (PDF-Datei, 221 kB) erklären wir, woran es bei Mercedes-Fahrzeugen beim Klimaschutz hapert.
Den Zusammenhang zwischen Automobilverkehr und Klimawandel können Sie in unserem kurzen Infoblatt "Wie die Autoindustrie den Treibhauseffekt anheizt" (PDF-Datei, 277 kB) nachlesen.
Informationen über das klimafreundliche Automobil-Konzept von Greenpeace finden Sie in unserer Broschüre "Das SmILE-Prinzip - Der Spitzentrumpf für's Klima" (PDF-Datei, 295 kB).


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 21.03.2009