"Klimaschwein"-Pokal für Mercedes-Benz

Hintergrund

Die Unternehmen der europäischen Automobil-Industrie haben sich 1998 darauf verständigt, dass Neuwagen bis Ende 2008 im Durchschnitt nur noch etwa 140 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer ausstoßen dürfen. Von den 251 Mercedes-Benz-Modellen des Daimler-Konzerns bleiben derzeit nur vier unter diesem Grenzwert. Laut Kraftfahrtbundesamt lag der CO2-Ausstoß der Mercedes-Modelle 2007 im Durchschnitt bei 184 Gramm CO2 pro Kilometer. Besonders schlecht abgeschnitten haben dabei die Luxus-Geländewagen der M-Klasse von Mercedes. Die Modelle wiegen bis zu 2,3 Tonnen und stoßen rund 300 Gramm CO2 pro Kilometer aus.

Protest-Aktion

Um an diesen Missstand zu erinnern, haben wir am 17.01.2009 vor der Mercedes-Niederlassung in Stuttgart-Bad Cannstatt erneut gegen die falsche Modellpolitik bei Daimler protestiert. Dort hatten wir bereits im August 2008 Mercedes-Autos als "Klimaschweine" umdekoriert.

Diesmal überreichten wir beim Mercedes-Händler einen Pokal, der das Modell eines Mercedes der M-Klasse als "Klimaschwein" mit rosa Ohren, Ringelschwanz und Schnauze zeigt.


© Wiebe

Klassenletzter beim Klimaschutz

Außerdem kennzeichneten wir vor der Mercedes-Niederlassung und in den Verkaufsräumen die klimaschädlichsten Modelle mit Aufklebern als "Auslaufmodelle". Auf unserem Banner war zu lesen: "Mercedes-Benz: Klassenletzter beim Klimaschutz".

Lesen Sie hierzu auch unser Infoblatt "Wie die Autoindustrie den Treibhauseffekt anheizt" (PDF-Datei, 277 kB) und unsere Presseerklärung.


© Wiebe



© Wiebe

Als wir den "Klimaschwein"-Pokal überreichten, übergaben wir zugleich die Forderungen von Greenpeace:

Mercedes-Benz muss Spritverbrauch und Klimabelastung bei allen Modellen durch die folgenden Maßnahmen reduzieren:
Schrittweise Verringerung der Fahrzeuggewichte.
Einbau aller verfügbaren Spritspartechniken.
Sofortiger Verzicht auf die zwei höchsten Motorisierungen.


© Veit
Download
In unserem Infoblatt "Mercedes-Benz und der Klimaschutz" (PDF-Datei, 221 kB) erklären wir, woran es bei Mercedes-Fahrzeugen beim Klimaschutz hapert.
Den Zusammenhang zwischen Automobilverkehr und Klimawandel können Sie in unserem kurzen Infoblatt "Wie die Autoindustrie den Treibhauseffekt anheizt" (PDF-Datei, 277 kB) nachlesen.
Informationen über das klimafreundliche Automobil-Konzept von Greenpeace finden Sie in unserer Broschüre "Das SmILE-Prinzip - Der Spitzentrumpf für's Klima" (PDF-Datei, 295 kB).


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 18.02.2009