Aktion gegen Agrosprit aus Urwaldzerstörung
| Hintergrund |
| Bei den Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB)
läuft seit zwei Jahren ein Modellversuch zum Betrieb von
Linienbussen mit Bio-Diesel aus Palmöl. Das Palmöl
stammt allerdings aus Indonesien, wo riesige Urwaldflächen
gerodet und kohlenstoffreiche Torfmoore trocken gelegt werden,
um dort Palmöl-Plantagen anzulegen. Bei der Zerstörung der
Urwälder und Moore werden gigantische Mengen Kohlendioxid (CO2)
freigesetzt und der Klimawandel zusätzlich angeheizt.
|
 |
| Protest-Aktion |
|  
© Lehr
|
Das Palmöl wird wechselnd auf verschiedenen
Linien eingesetzt. Jede Linie, bzw. jeder Bus könnte beteiligt
sein. An Haltestellen verteilten wir Infoblätter, die die Urwaldzerstörung
bei zunehmendem Bedarf an Palmöl erklären. Lesen Sie hierzu
auch unsere Presseerklärung.
Zeitgleich informierten wir auch Passanten am Schloßplatz
nahe der Bushaltestelle über die Aktion und darüber, dass
es auch keine weiteren dieser Modellversuche geben darf. |
| Jede Bestrebung zum Einsatz von Palmöl facht
den Bedarf an dieser Energiepflanze an. Schon jetzt ist der prognostizierte
Anstieg des Palmölverbrauchs nur mit dem Anlegen neuer Plantagen
zu decken. Urwaldraubbau ist damit programmiert. Lesen Sie
auch die Berichte von unseren Aktionen zu diesem Thema vom Mai
und Juni.
Die Unterschriftenaktion mit der Forderung nach einem Ende des
Modellversuchs mit Palmöl-Diesel läuft noch. Wenn Sie
uns hierbei unterstützen wollen, können Sie auf unserer
Unterschriftenliste
(PDF-Datei, 224 kB) unterzeichnen, auf der auch alle weiteren nötigen
Angaben finden. Oder unterzeichnen Sie einfach im Internet unsere
Online-Petition!
|
 |
 
© Roettgers
/ Greenpeace
|
 |
| Ergebnis |
Die Stuttgarter
Zeitung vom 21.08.2010 berichtete vorab von unserer Aktion.
Fahrgäste an Haltestellen und in den Bussen staunten nicht
schlecht über das fahrende Banner. Die mobile Aktion wurde
durchweg positiv aufgenommen. Wir konnten weitere 250 Unterschriften
gegen den Modellversuch mit Palmöl in Stuttgarter Bussen sammeln,
die Oberbürgermeister Schuster überreicht werden. Bereits
bei unseren Protest-Aktionen am 22.05.2010 (Schlossplatz) und am
05.07.2010 (Rathaus) hatten wir viele Unterschriften gesammelt und
hunderte Flugblätter verteilt. Über unsere Aktionen erschienen
auch zwei Berichte auf der Homepage von Greenpeace Deutschland -
Sie finden sie hier...
und hier...
Nach hartnäckigen Forderungen von Greenpeace sagten die Stuttgarter
Verkehrsbetriebe (SSB) letztlich zu, dass das Pilotprojekt nach
seinem Ende nicht weiter fortgeführt wird. Auch die Verträge
mit dem Palmöl-Lieferanten, dem finnischen Mineralölkonzern
"Neste Oil", werden nicht verlängert. |
 |
| Download |
| |

Webmaster,
Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung:
27.12.2010
|