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Presseerklärung vom 30. Juni 2001 Countdown zur UN-Klimakonferenz: Rettet unser Klima!Greenpeace-Gruppe Stuttgart startet online-Foto-Aktion für KlimaschutzStuttgart, 30. 06. 2001 - Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart startet am heutigen Samstag eine dreiwöchige online-Foto-Aktion zum Schutz des Klimas. Dabei werden Bürger fotografiert, die ein großes gelbes Schild in der Hand halten mit der Aufschrift "Save our Climate - Act NOW!" (Rettet unser Klima - Handelt jetzt!). Diese Bilder werden anschließend ins Internet gestellt sowie bei der UN-Klimakonferenz in Bonn vom 16.7.2001 bis 27.7.2001 den Delegierten präsentiert. Greenpeace gibt damit der Bevölkerung die Möglichkeit, von den Politikern konkrete Maßnahmen zum internationalen Klimaschutz zu fordern. Diese online-Foto-Aktion ist Teil der weltweiten Greenpeace-Aktion "climate witness" (Klimazeuge), bei der Greenpeace-Mitarbeiter auf allen Kontinenten Kurz-Interviews und Bilder von Bürgern aufzeichnen. Die online-Foto-Aktion findet am 30.6.2001 von 11 bis 16 Uhr auf der Königstraße neben der Commerzbank (gegenüber Buchhandlung Wittwer) statt. Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart wird die online-Foto-Aktion an den drei folgenden Samstagen (7.7. / 14.7. / 21.7.) wiederholen. "Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst auch in Deutschland zu spüren", sagt Matthias von Herrmann, Pressesprecher der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. "Stürme wie der verheerende Orkan Lothar' im Dezember 1999 sind erst der Anfang. Seine Verwüstungen waren auch hier in Stuttgart zu beklagen. Bei der Klimakonferenz in Bonn müssen die Delegierten endlich Ernst machen in Sachen internationaler Klimaschutz. Das können die Bürger bei uns per online-Foto fordern." Bereits bei der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro wurde der internationale Klimaschutz als die wichtigste Umweltaufgabe der Zukunft bezeichnet. Doch bisher ist nichts Konkretes geschehen. Zwar haben sich die Politiker 1997 mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls auf eine Senkung der Treibhausgase in den Industrieländern um 5,2% (im Vergleich zu 1990) bis 2012 geeinigt, aber das Protokoll wurde von den Industriestaaten bisher nicht ratifiziert. Zudem hat US-Präsident George W. Bush im März 2001 angekündigt, dass die USA das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnen werden. Matthias von Herrmann weiter: "Die Klimakonferenz in Bonn ist die vielleicht letzte Chance, sich auf einen Klimaschutzplan zu verständigen. Präsident Bush, dessen Land weltweit die größte Menge an Kohlendioxid produziert, macht durch seine Blockadehaltung jahrelange Bemühungen um ein wirksames Klimaabkommen zunichte - und das, obwohl selbst der Nationale Wissenschaftsrat der USA betont, dass die Klimaveränderung durch den Menschen verursacht wird und dringend Lösungen gefunden werden müssen." Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 28.06.2001 |