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Stuttgarter Zeitung online-News vom 06. November 2002 Krankenbetten vor Daimler-ChryslerStuttgart - Aus Protest gegen Autoabgase haben sich 35 Greenpeace-Aktivisten in Krankenbetten vor die Stuttgarter Hauptverwaltung von DaimlerChrysler gelegt. Die 26 Betten waren an den Kopfenden mit Krankheiten beschriftet, die durch das Einatmen von Dieselruß entstehen können: "Krebs, Herzinfarkt, Asthma und Allergien". "Tausende Menschen sterben jedes Jahr an Dieselkrebs, obwohl es einfache technische Lösungen dagegen gibt", sagte Greenpeace-Sprecher Christian Bussau am Mittwoch. "DaimlerChrysler muss alle Diesel- Neuwagen mit Filtern ausstatten und ältere Fahrzeuge nachrüsten. Nur so können Erkrankungen durch Dieselruß vermieden werden," forderte Bussau. Die Bundesregierung sollte die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen zudem durch Steuervergünstigungen unterstützen. "Bei unseren Dieselmotoren gilt die Priorität der ausgewogenen Reduktion aller relevanten Emissionen und nicht nur der von Partikeln", teilte der Autokonzern in einer Stellungnahme zum Greenpeace-Protest mit. In der Umweltbilanz liege Mercedes-Benz mit diesen Anstrengungen weltweit an der Spitze der Autoindustrie. Nach Greenpeace-Angaben stoßen deutsche Diesel-PKW jedes Jahr fast 9000 Tonnen Ruß aus. Besonders gefährlich seien die ultrafeinen Rußpartikel, da sie bis in die feinsten Verästelungen der Lunge vordringen könnten. Dort setzten sie sich fest und lösen entzündliche Prozesse aus. Herz,- Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie Lungenkrebs könnten die Folgen sein. Deutsche Diesel-PKW stoßen jedes Jahr fast 9000 Tonnen Ruß aus. Besonders gefährlich sind die ultrafeinen Rußpartikel, da sie bis in die feinsten Verästelungen der Lunge vordringen können. Dort setzen sie sich fest und lösen entzündliche Prozesse aus. Herz,- Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie Lungenkrebs können die Folgen sein. Nach Berechnungen des Umwelt und Prognoseinstitutes Heidelberg (UPI) sterben in Deutschland etwa 8500 Menschen jedes Jahr an Lungenkrebs, den die Partikel auslösen. Die deutsche Autoindustrie begründet ihre Weigerung, die verfügbare Filtertechnik zu verwenden, mit dem Hinweis auf angeblich bessere, aber erst zukünftig verfügbare Reinigungssysteme. dpa/lsw
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