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Presseerklärung vom 11. Juli 2002 Nächtliche Lichtzeichen über Stuttgart deuten auf Klimawandel hinStuttgart, 11. 7. 2002 - "Klimakollaps powered by E$$O" projizierten Greenpeace-Aktivisten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit einem Starklichtprojektor auf ein Tanklager in Stuttgart, an dem der Ölkonzern Esso beteiligt ist. Mit der Protestaktion weist Greenpeace auf das umweltzerstörerische Handeln des Ölmultis hin. Die Dia-Aktion ist Teil einer bundesweiten "Projektionstour" zu mehreren Esso-Tanklagern, Raffinerien und Esso-Tankstellen. Vergleichbare Aktionen hat es in den vergangenen Tagen in Hamburg, Celle, Ingolstadt und Nürnberg gegeben. Greenpeace nutzt die Lichtprojektionen zum Protest, nachdem der Umweltschutzorganisation durch eine einstweilige Verfügung das Betreten von Esso-Eigentum unter einer Strafandrohung von 250.000 Euro untersagt wurde. "Wir werden mit unseren Protestaktionen nicht locker lassen," erklärt Jörg Feddern, Greenpeace-Ölexperte. "Auch lassen wir uns nicht durch hohe Strafandrohungen einschüchtern." Greenpeace wirft Esso vor, die Umwelt ohne Rücksicht auf Verluste zu zerstören und den internationalen Klimaschutz zu sabotieren. So wird durch die Erdölgewinnung vor der russischen Insel Sakhalin der Lebensraum der letzten Grauwale in der Region bedroht, in Kamerun wird für eine Ölpipeline der Urwald zerstört. Esso untergräbt zudem systematisch alle Anstrengungen, internationale Abkommen zum Schutz des Klimas zu verabschieden. Greenpeace fordert Esso auf, sich als weltweit tätiger Ölkonzern zur ökologischen und sozialen Verantwortung zu bekennen. Wenige Wochen vor dem Weltgipfel in Johannesburg und 10 Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio muss Schluss sein mit dem rücksichtslosen Ausplündern von Ressourcen. Statt dessen muss Esso seine Blockadehaltung gegen regenerative Energiequellen aufgeben und in nachhaltige Energiegewinnung investieren. Die Greenpeace "StoppE$$O"-Kampagne läuft weltweit: So haben in Frankreich, Großbritannien, den USA, Kanada und Luxemburg Greenpeace-Aktivisten in den vergangenen Wochen gegen den weltweit größten Ölkonzern protestiert. Weitere Infos im Internet: www.stoppesso.de Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 11.07.2002 |